Das beeindruckende Shala-Tal und der Fluss (Lumi i Shalës; Shala Fluß) erheben sich oberhalb des Bergdorfes Thethi, unterhalb der steilen Hänge des Qafa e Pejës Passes, der in die albanischen Alpen nach Montenegro führt. Nachdem er nur 36 Kilometer durch ein weitgehend unberührtes Ökosystem geflossen ist, mündet der Shala-Fluss (42.198881 19.807217) in den Koman-See. Dieser Ort ist wirklich magisch, geprägt von der lebhaften Farbe seines kristallklaren türkisfarbenen Wassers, hellen Kiesbänken und steilen, dicht bewachsenen Klippen, die dramatisch vom Ufer aufsteigen. Der Ort ist nicht mit dem Auto erreichbar. Der bequemste Weg dorthin ist die Fahrt über den Koman-See, dessen fjordähnliche Landschaft oft als eine der schönsten Bootsfahrten Albaniens gilt.
Die Reise beginnt am 115 Meter hohen Staudamm, der zwischen 1979 und 1988 in der Nähe des Dorfes Koman als Teil der Energiepolitik des sozialistischen Albaniens errichtet wurde. Das dazugehörige Wasserkraftwerk ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Stromproduktion des Landes und versorgt einen Großteil Albaniens mit Energie. Von diesem lebhaften Knotenpunkt aus transportieren kleine Boote Menschen und Güter zu abgelegenen Dörfern, die nur auf dem Wasserweg erreichbar sind. Neben dem Fluss Drin wird der Koman-See von den Flüssen Shala und Valbona gespeist. Der Stausee erstreckt sich über 34 Quadratkilometer und ist etwa 400 Meter breit. An seiner schmalsten Stelle ist die Fährroute nicht mehr als 50 Meter breit.
Vor Ort gibt es zahlreiche Aktivitäten. Besucher können wandern, Kajak fahren, im eiskalten Wasser schwimmen, in der Sonne entspannen oder die einzigartige Umgebung fotografieren. Kleine Pensionen und einfache Restaurants säumen die Flussufer. Plane einen ganzen Tag für diesen Ausflug ein. Die beste Reisezeit ist zwischen Juni und September. Wer jedoch mehr Ruhe sucht, bevorzugt möglicherweise Mai oder Oktober.