Shkodër (42.068557 19.515833) ist eine Stadt im Norden Albaniens, im Kreis Shkodër gelegen. Sie liegt zwischen dem Skutarisee und den Flüssen Kir, Drin und Buna. Mit einer Geschichte von über 2.400 Jahren ist Shkodër eine der ältesten Städte Albaniens.
Die frühesten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis ins zweite Jahrtausend v. Chr. zurück. Im Jahr 229 v. Chr. entsandten die Römer zum ersten Mal eine Armee nach Illyrien. Die Stadt wurde 1040 vom Fürstentum Zeta erobert. Anschließend war sie von 1346 bis 1396 Teil des Serbischen Reiches, gefolgt von der Republik Venedig von 1396 bis 1479. Von 1479 bis 1913 blieb die Stadt unter osmanischer Herrschaft. Trotz der osmanischen Regierung herrschte die Familie Bushati von 1757 bis 1831 de facto über Shkodër. In dieser Zeit entwickelte sich die Stadt zu einem der wichtigsten Machtzentren im osmanischen Albanien. Während des Ersten Balkankrieges (1912–1913) beanspruchten sowohl Montenegro als auch Serbien die Stadt. Während des Ersten Weltkriegs stand Shkodër von 1916 bis 1918 unter österreichischer Besatzung. Nach dem Krieg besetzten die Franzosen die Stadt und übergaben sie 1920 dem neu gegründeten albanischen Staat. Trotz jahrhundertelanger Fremdherrschaft hat Albanien seine Identität durch starke Stammes- und Familienstrukturen, seine eigene Sprache und religiöse Vielfalt bewahrt, wobei keine einzelne Religion dominierte. Bis Tirana in den 1930er Jahren zur Hauptstadt wurde, war Shkodër die wichtigste Stadt des Landes.
Heute ist die Rruga Kolë Idromeno eine beliebte, lebhafte Fußgängerzone mit Geschäften, Cafés und Restaurants. Ihre Architektur verbindet Elemente aus der osmanischen Ära mit sorgfältig restaurierten modernen Gebäuden, die italienische und venezianische Einflüsse widerspiegeln. Die Stadt und ihre Umgebung bieten zahlreiche Attraktionen, darunter venezianische Maskenwerkstätten, den Skutarisee, die Burg Rozafa, die Ebu-Bekr-Moschee und die historische Mesi-Brücke, die nicht weit entfernt ist.