Albanien ist bekannt für seine schönen und historisch bedeutsamen Steinbogenbrücken. Zu den berühmtesten und malerischsten gehören die Mesi-Brücke (Ura e Mesit; Mesi-Brücke) bei Shkodër, die Gorica-Brücke (Ura e Goricës; Gorica-Brücke) im historischen Zentrum von Berat, die Brataj-Brücke (Ura e Bratit; Brataj-Brücke) bei Vlorë, die Gerberbrücke (Ura e Tabakëve; Gerberbrücke) im Zentrum von Tirana, die Kadi-Brücke (Ura e Kadiut; Kadi Bridge) bei Përmet, die Kordhocë-Brücke (Ura e Kordhocës; Kordhocë Bridge) bei Gjirokastër sowie die weniger bekannten, aber ebenso schönen Kamara-Brücke (Ura e Kamarës; Kamara-Brücke) und Burgbrücke (Ura e Kalasë; Castle Bridge).
Die Mesi-Brücke (42.114478 19.575083) wird von vielen Reisenden und Fotografie-Enthusiasten als die architektonisch und landschaftlich schönste Steinbogenbrücke Albaniens angesehen. Sie befindet sich im Kreis Shkodër, in Nordalbanien, etwa 8 Kilometer nordöstlich der Stadt Shkodër.
Die Brücke wurde 1768 von Mehmet Pashë Bushati, dem osmanischen Gouverneur von Shkodër, in Auftrag gegeben, der die Stadt zu einem wichtigen politischen und militärischen Zentrum machte. Er ist bekannt für den Ausbau der regionalen Infrastruktur, einschließlich Straßen und Brücken. Die Mesi-Brücke diente als strategisch wichtige Überquerung des Flusses Kir und verband Shkodër mit dem Inneren Nordalbaniens und dem Kosovo und somit mit wichtigen Handels- und Militärrouten über den Balkan. Ihr Bau erleichterte Handel, Verwaltung und Truppenbewegungen. Die Brücke ist 108 Meter lang und 3,4 Meter breit und besteht aus 13 asymmetrischen Bögen aus grob behauenem Stein. Die Fahrbahn ist mit Steinplatten gepflastert. Im Laufe der Jahrhunderte erlitt die Brücke erhebliche Schäden durch Verwitterung und Überschwemmungen. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde der Wiederaufbau im Mai 2010 abgeschlossen und die Brücke für Fußgänger wiedereröffnet.