Die ehemalige Kirche, die zum Convento do Carmo („Carmo-Kloster“) in Lissabon gehörte, war einst die wichtigste gotische Kirche in Lissabon, Portugal. Das Carmo-Kloster wurde im Jahr 1389 erbaut und erfuhr im Laufe der Jahrhunderte mehrere architektonische Veränderungen.
Doch dann kam das Jahr 1755 und mit ihm das große Erdbeben, das die Stadt und das Land zerstörte. Das Carmo-Kloster entging der Zerstörung nicht. Seine Strukturen wurden schwer beschädigt, doch im folgenden Jahr begann der Wiederaufbau im neugotischen Stil, der später im Jahr 1834 endgültig unterbrochen wurde.
Heute sind die Ruinen des Carmo-Klosters das bemerkenswerteste Zeugnis dieses Erdbebens, da die Seitenwände und einige Bögen, die das Dach trugen, intakt blieben. Es ist das realistischste und am besten erhaltene Wahrzeichen des zerstörerischen Potenzials eines jeden Erdbebens.
Der Hauptteil der Kirche und der Chor, deren Dach dem Erdbeben standhielt, wurden renoviert und beherbergen heute das Archäologische Museum.
Im Sommer finden für etwas mehr als drei Monate direkt in diesem Monument Projektionsshows statt, die Portugals Geschichte erzählen und die prächtige Kulisse nutzen.