Castle o’ Burrian ist eigentlich ein grasbewachsener Brandungspfeiler vor der Südküste von Westray, eher liebenswert gedrungen als hoch aufragend, und gekennzeichnet durch Hunderte von Papageitaucherhöhlen, die in seine sanften Hänge gegraben wurden. Über zweihundert Papageitaucher versammeln sich hier zwischen Mai und Juli, was die umliegenden niedrigen Klippen und den Brandungspfeiler zu einem der einfachsten und lohnendsten Papageitaucher-Beobachtungsorte auf Orkney macht.
Der Ort ist vom Fährhafen Rapness über eine Nebenstraße erreichbar. Du kannst dein Auto auf einem kleinen Parkplatz in der Nähe einer alten Steinmühlenruine abstellen. Von dort führt dich ein kurzer Küstenspaziergang von etwa 1,2 km über grasbewachsene Pfade und gelegentliche Holzstege zu den Klippen und dem Brandungspfeiler.
Die Geologie hier besteht aus Sandstein und altem Sedimentgestein, das über Jahrtausende zu Klippen, Brandungspfeilern und Hohlräumen erodiert ist, wo Seevögel nisten. Der niedrige, sanft abfallende Brandungspfeiler steht im Kontrast zu schärferen Brandungspfeilern anderswo und ermöglicht es Beobachtern, sich bis auf wenige Meter den Papageitaucherhöhlen zu nähern. Nahegelegene Klippen beherbergen auch Eissturmvögel, Trottellummen, Tordalken und Krähenscharben, was in den Sommermonaten ein lebhaftes Seevogel-Tableau schafft.
Egal, ob du Papageitaucher beim Tauchen und Zurückkehren mit Fisch beobachtest oder die archäologische Besonderheit des Brandungspfeilers bewunderst (seine Form und Lage deuten auf eine mögliche frühe Kapelle hin), der Ort ist kompakt und zugänglich. Wer Zeit hat, kann den Spaziergang nach Stanger Head und darüber hinaus fortsetzen, was eine noch malerischere Küstenlinie mit weniger Menschen bietet.