❌ 10 Fehler, die Irland-Erstbesucher machen
Sieh dir diese Liste an, um häufige Fehler zu vermeiden, die deine Reise nach Irland ruinieren könnten.
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Wesley Mergard
Ireland
🚗 Fehler 1: Unterschätzen, wie schwierig es ist, links zu fahren
Das Problem: In Irland fährt man links und das Lenkrad ist auf der rechten Seite. Für amerikanische Besucher ist diese Umstellung in einer Weise desorientierend, die weit über das bloße Fahren auf der anderen Spur hinausgeht. Mietwagenfirmen berichten, dass zerkratzte Außenspiegel und durch Bordsteine beschädigte Reifen die häufigsten Touristenansprüche sind.
Wichtige Details:
Der gefährlichste Moment ist, wenn die Straße leer ist, nicht wenn viel Verkehr herrscht. Beim Ausfahren aus einer Tankstelle oder einem Hotelparkplatz zieht dich das Muskelgedächtnis nach rechts.
Erwarte, dass du die ersten ein oder zwei Tage die Scheibenwischer statt des Blinkers betätigst, da die Bedienelemente vertauscht sind.
Denk daran – der Fahrer sitzt immer am nächsten zur Straßenmitte.
„Eng links, weit rechts“ – Linksabbieger bleiben in ihrer Spur, Rechtsabbieger kreuzen den Verkehr.
Niemals bei Rot abbiegen. Weder links, noch rechts. Keine Ausnahmen.
Am besten verbringst du ein oder zwei Nächte in Dublin, bevor du dich auf den Weg machst. Du solltest nicht nur die irische Hauptstadt erkunden, sondern es gibt dir auch die Möglichkeit, deinen Jetlag abzuschütteln und dich auszuruhen, bevor du dich auf völlig neue Verkehrsmuster konzentrierst.
💰 Fehler 2: Von der Mietwagenversicherung überrascht werden
Das Problem: Die Mietwagenversicherung in Irland ist ein Minenfeld, das unvorbereitete Touristen Hunderte oder sogar Tausende von Euro kosten kann. Dies ist wohl die größte finanzielle Falle für Erstbesucher.
Wichtige Details:
Die CDW (Collision Damage Waiver) ist in den Grundtarifen enthalten, ABER sie kommt mit einem Selbstbehalt von 1.500 € bis 3.000 €. Die Standard-CDW schließt in der Regel Reifen, Windschutzscheibe/Glas, Unterboden- und Dachschäden aus.
Wichtig für Amerikaner: Viele US-Kreditkarten (Visa, AmEx, Discover) schließen Irland ausdrücklich von der Mietwagenversicherung aus. Nur Elite-Reisekarten decken Irland möglicherweise ab. Am besten überprüfst du dies vor deiner Reise bei deiner Karte. Selbst dann benötigst du wahrscheinlich ein Bestätigungsschreiben von ihnen über die Deckung, das du deiner Mietwagenfirma vorlegen musst.
Wenn du die Super CDW ablehnst, kann während deiner Reise eine hohe Kreditkartenkaution hinterlegt werden. Plane dies unbedingt ein, besonders wenn deine Karte kein hohes Kreditlimit hat.
Die M50-Maut um Dublin ist schrankenfrei. Überwachungskameras fotografieren dein Kennzeichen. Du musst online bis 20 Uhr des nächsten Tages bezahlen, sonst drohen steigende Strafen. Erkundige dich bei deiner Mietwagenfirma, wie sie diese Gebühren handhabt.
Wenn du nach Nordirland fährst, musst du dies bei der Buchung angeben, da die Versicherung sonst ungültig werden kann.
Buche unbedingt frühzeitig ein Automatikgetriebe, da die Verfügbarkeit begrenzt ist; Schaltgetriebe ist Standard. Wähle das kleinste verfügbare Auto, da die Straßen eng sind, und vergiss nicht, das gesamte Auto zu fotografieren, bevor du losfährst!
🗺️ Fehler 3: Zu viel in zu kurzer Zeit sehen wollen
Das Problem: Irland wirkt auf der Karte täuschend klein (ca. 480 km von Nord nach Süd), aber die Straßen sind langsam. GPS unterschätzt die irischen Fahrzeiten konsequent um 30-50 %. Besucher versuchen, Dublin, Galway, die Cliffs of Moher, den Ring of Kerry UND Belfast in 7 Tagen unterzubringen und sind am Ende erschöpft.
Wichtige Details:
Plane nicht mehr als 3-4 Stunden Fahrt pro Tag ein. Der Wild Atlantic Way ist nicht auf Geschwindigkeit ausgelegt, sondern zum Entschleunigen gedacht.
Die 179 km lange Schleife des Ring of Kerry dauert mit Stopps 6-8 Stunden, nicht die vom GPS vorgeschlagenen 3,5 Stunden.
Eine 7-tägige Reise funktioniert nur für eine Region (z.B. nur der Südwesten: Cork/Kerry/Clare). 10-12 Tage decken zwei Regionen ab. 14+ Tage decken drei ab.
Die Hub-Strategie funktioniert am besten: Bleibe 2-3 Nächte pro Basis und mache Tagesausflüge. Vermeide es, jede Nacht die Unterkunft zu wechseln.
So vermeidest du es: Wende den 1,5-fachen Multiplikator auf jede GPS-Schätzung an, insbesondere abseits der Autobahnen, die du in der Nähe von Dublin findest. Begrenze die tägliche Fahrzeit auf maximal 4 Stunden. Du könntest sogar versuchen, in einen Flughafen einzufliegen und von einem anderen abzufliegen (z.B. Ankunft Dublin, Abflug Shannon), um unnötige Rückfahrten zu vermeiden.
🌦️ Fehler 4: Für das falsche Wetter packen
Das Problem: In Irland kann es über 200 Regentage pro Jahr geben, und „vier Jahreszeiten an einem Tag“ ist wörtlich zu nehmen. Doch Touristen aus sonnigeren Klimazonen kommen mit Baumwollkleidung, modischen Turnschuhen und Regenschirmen an, die alle bei horizontalem Atlantikregen, Wind und manchmal kühlen 15 °C (59 °F) Sommertemperaturen nutzlos sind.
Wichtige Details:
Es wird regnen, und der Windchill kann die Temperaturen um weitere 5-10 Grad kälter erscheinen lassen.
Regen hält selten den ganzen Tag an. Rechne an Regentagen mit vereinzelten Schauern und versuche, die trockenen Phasen für Aktivitäten im Freien zu nutzen.
Das am häufigsten vergessene Kleidungsstück: wasserdichte Hosen. Regenjacken werden eingepackt, Regenhosen nicht. Wo wir gerade dabei sind: Wasserabweisende Stiefel sind auch hervorragend zum Erkunden geeignet.
Regenschirme sind fast nutzlos, da der irische Regen oft horizontal ist. Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf und braucht Stunden zum Trocknen. Jeans sind der schlimmste Übeltäter.
So vermeidest du es: Packe das Drei-Schichten-System ein: eine feuchtigkeitsableitende Basisschicht (KEINE Baumwolle), eine Fleece-Mittelschicht und eine wirklich wasserdichte, winddichte Jacke mit Kapuze. Wasserdichte Schuhe oder Stiefel sind unerlässlich. Schnell trocknende Hosen statt Jeans. Irland ist leger, selbst Michelin-Restaurants verlangen wahrscheinlich keine formelle Kleidung.
❌ Fehler 5: Auf Touristenfallen hereinfallen (und Besseres verpassen)
Das Problem: Erstbesucher drängen sich an überfüllten, überteuerten Hotspots, während bessere Alternativen oft nur 10 Minuten entfernt und oft kostenlos sind.
So vermeidest du es: Komme an jeder großen Attraktion (wie den Cliffs of Moher) vor 9:30 Uhr oder nach 16 Uhr an. Reisebusse verursachen zwischen 10 Uhr und 15 Uhr einen 5-stündigen Ansturm. Reise in der Nebensaison (Mai oder September), Dienstag bis Donnerstag.
Wenn du große Touristenattraktionen besuchst, schau dir unbedingt die von mir erstellte Karte an, um jede Menge versteckte Juwelen in der Umgebung zu finden und deinen Tag zu füllen!
🍽️ Fehler 6: Nicht verstehen, wie irisches Essen funktioniert
Das Problem: Amerikanische Besucher tauchen um 20:30 Uhr in einer Kleinstadt zum Abendessen auf und finden jede Küche geschlossen vor. Sie geben an der Bar zu viel Trinkgeld und wissen nicht, was ein Carvery ist.
Wichtige Details:
Pub-Küchen in kleinen Städten schließen um 20:30-21:00 Uhr, manchmal früher. Selbst städtische Restaurants nehmen letzte Bestellungen bis 21:45 Uhr entgegen.
Montagschließungen sind extrem häufig. In einer kleinen Stadt an einem Montagabend findest du möglicherweise keine einzige Option.
Das Carvery ist Irlands am meisten unterschätztes Essenserlebnis: frisch geschnittenes Bratenfleisch + Selbstbedienungsbeilagen zu einem tollen Preis.
Wasser wird nicht automatisch serviert. Wenn gefragt wird „still oder sprudelnd?“, verkaufen sie dir Flaschenwasser. Sag „Leitungswasser, bitte“, sonst könnten unerwartete Kosten auf deiner Rechnung auftauchen.
Die Rechnung kommt nie unaufgefordert, frag unbedingt nach der Rechnung, wenn du bereit bist zu bezahlen.
So vermeidest du es: Reserviere einen Tisch zum Abendessen, besonders am Wochenende, wenn du weißt, wo du an diesem Abend übernachten wirst. Erkundige dich unbedingt nach Restaurantoptionen, bevor du in der Stadt ankommst, und sei vorsichtig, wenn du in kleinen Städten nach 19:00 Uhr auftauchst und erwartest, noch etwas zu essen zu bekommen.
Auch wenn ein Restaurant seine Öffnungszeiten über diese Zeit hinaus angibt, kann die Küche früher schließen.
💵 Fehler 7: Trinkgeld geben wie in Amerika
Das Problem: Amerikaner geben aus Gewohnheit zu viel Trinkgeld, was zu unangenehmen Momenten führt und Geld verschwendet. Wenn du Trinkgeld mit Kreditkarte geben möchtest, musst du dem Kellner den Gesamtbetrag nennen, der deiner Karte belastet werden soll, bevor er sie durchzieht. Es ist leicht, deine Gelegenheit zum Trinkgeld zu verpassen!
Wichtige Details:
Irische Gastgewerbemitarbeiter verdienen den vollen Mindestlohn. Trinkgelder sind ein Bonus, keine Überlebensnotwendigkeit.
Restaurants: 10-15 %, wenn der Service gut war und keine Servicegebühr bereits enthalten ist. 10 % sind völlig akzeptabel.
Taxis: Runde bei einer kurzen Fahrt auf den nächsten Euro oder zwei auf und bei einer längeren Fahrt auf die üblichen 10 %.
Bargeld-Trinkgelder werden bevorzugt, da Kartentrinkgelder möglicherweise gesammelt werden. Trinkgeld mit Karte ist aber immer noch völlig akzeptabel.
So vermeidest du es: Das Wichtigste, woran du dich beim Trinkgeldgeben mit Karte in einem Restaurant hier erinnern solltest, ist, dass du dem Kellner mitteilen musst, dass du Trinkgeld geben möchtest. Es wird keine Zeile auf dem Beleg geben, um dein Trinkgeld einzutragen. Gib den Trinkgeldbetrag unbedingt an, bevor du dem Kellner deine Karte gibst.
👋🏼 Fehler 8: Kulturelle Fauxpas begehen, die Einheimische beleidigen
Das Problem: Irland mit Großbritannien zu verwechseln, Hollywood-Stereotypen zu verwenden und das falsche Getränk zu bestellen, kann Gespräche abrupt beenden.
Wichtige Details:
Nenne Irland niemals „britisch“ oder einen Teil des Vereinigten Königreichs. 26 von 32 Grafschaften sind seit über 100 Jahren eine unabhängige Republik.
„Top o' the morning“ ist ein Hollywood-Mythos. Niemand in Irland sagt das. Sag stattdessen „What's the craic?“.
„St. Patty's Day“ ist FALSCH. Die korrekte Verkleinerungsform ist „Paddy's Day“ (Patrick zu Paddy, nicht Patty). Das habe ich auf die harte Tour gelernt, als ich Dublin am Paddy's Day besuchte.
Bestelle niemals einen Cocktail namens „Irish Car Bomb“. Er bezieht sich auf echte Tragödien und wird Gespräche sofort beenden. Das Gleiche gilt für die Bestellung eines „Black and Tan“.
Das Ausgeben von Runden in Pubs ist heilig. Wenn dir jemand ein Getränk kauft, musst du den Gefallen erwidern, wenn du an der Reihe bist.
So vermeidest du es: Die Republik und Nordirland sind zwei getrennte Länder auf einer Insel mit unterschiedlichen Währungen, Regierungen und Messsystemen.
☀️ Fehler 9: Zeitpunkt, Jahreszeiten und Irlands außergewöhnliches Tageslicht ignorieren
Das Problem: Besucher kommen im Hochsommer ohne Vorreservierungen an, besuchen jede Attraktion zur schlechtesten Mittagszeit und merken nie, dass Irland im Sommer über 17 Stunden Tageslicht hat oder im Winter nur 8.
Wichtige Details:
Sommersonnenwende (21. Juni): bis zu 17-18 Stunden Tageslicht. Helligkeit von ca. 4:30 Uhr morgens bis ca. 22:30 Uhr abends.
Winter: nur ~8 Stunden Tageslicht, was das Sightseeing auf ein kleines Zeitfenster komprimiert.
Beste Monate insgesamt: Mai-Juni und September. Mildes Wetter, lange Tage, weniger Menschenmassen, niedrigere Preise.
Für einige Sehenswürdigkeiten ist eine Vorausbuchung unerlässlich: Newgrange (30 Tage im Voraus ausverkauft), Kilmainham Gaol (28 Tage im Voraus), Guinness Storehouse, Skellig Michael (max. 180 Besucher/Tag).
Regnerische/bewölkte Tage reduzieren die Menschenmassen selbst in der Hochsaison drastisch. Nutze sie.
Vertraue nur Wettervorhersagen für 24-48 Stunden, die Bedingungen können sich schnell ändern.
So vermeidest du es: Reise im Mai/Juni oder September. Besuche Attraktionen zur Öffnung (vor 9 Uhr morgens) oder in der goldenen Stunde (nach 16 Uhr). Buche wichtige Attraktionen 30 Tage im Voraus. Nutze das außergewöhnliche Sommerlicht zu deinem Vorteil, da eine Ankunft um 19 Uhr an den Cliffs of Moher atemberaubendes Licht und fast leere Wege bietet.
Profi-Tipp: Da viele Restaurants frühzeitig die Essensausgabe einstellen, solltest du in Erwägung ziehen, zu Abend zu essen und dann noch einmal für ein weiteres Sightseeing-Abenteuer aufzubrechen, bevor du den Tag beendest. Diese Strategie ist besonders nützlich für Orte wie die Cliffs of Moher oder The Giant's Causeway.
📲 Fehler 10: GPS- und Konnektivitätsausfälle
Das Problem: Touristen verbrauchen Datenvolumen, verlieren das GPS-Signal auf abgelegenen Straßen, zahlen in der falschen Währung und verpassen die M50-Maut.
Wichtige Details:
Die Mobilfunkabdeckung ist in vielen ländlichen Gebieten lückenhaft: Connemara, West Kerry, Donegal und Bergregionen haben Funklöcher.
Nordirland nutzt britische Netze. Eine EU-eSIM funktioniert dort möglicherweise NICHT. Kaufe einen Tarif, der ausdrücklich die Abdeckung im Vereinigten Königreich beinhaltet, wenn du die Grenze überquerst.
Die Republik Irland verwendet Euro, Nordirland verwendet Britische Pfund. Karten funktionieren fast überall, aber nimm etwas Bargeld mit und achte auf den Währungswechsel, wenn du in Grenznähe reist.
American Express wird NICHT weitläufig akzeptiert. Bring Visa oder Mastercard ohne Fremdwährungsgebühren mit.
GPS unterschätzt Fahrzeiten und kann dich über enge Landstraßen leiten, die kaum breit genug für dein Auto sind.
Manchmal gibst du GPS-Anweisungen ein, um zu einem abgelegenen Teil Irlands zu gelangen und dort Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Nur um dann festzustellen, dass du von diesem Ort aus keinen ausreichenden Empfang hast, um dein nächstes Ziel zu erreichen.
Das Herunterladen von Offline-Karten und das präventive Eingeben von Routen oder das Studieren der gesamten Strecke kann helfen, unerwartete GPS-Probleme zu vermeiden.
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