Die Kukeldash-Madrasa in Taschkent ist eine der größten und ältesten Koranschulen Zentralasiens. Sie wurde um 1570 während der Shaybaniden-Dynastie von Wesir Dervish Khan erbaut, der den Beinamen „Kukeldash“ trug, was „Milchbruder“ bedeutet. Im Herzen der Altstadt, nahe dem Chorsu-Basar gelegen, ist die Madrasa ein außergewöhnliches Beispiel mittelalterlicher islamischer Architektur.
Im Laufe ihrer Geschichte hat die Madrasa zahlreiche Nutzungsänderungen erfahren: Im 18. Jahrhundert wurde sie als Karawanserei für Händler genutzt, im 19. Jahrhundert als Zufluchtsort für die Khane von Kokand während Aufständen und als Ort öffentlicher Hinrichtungen. Während der Sowjetzeit wurde sie in ein Museum für usbekische Musikinstrumente umgewandelt.
Heute, nach einer langen Restaurierung, ist die Madrasa zu ihrer ursprünglichen Funktion als spirituelle Bildungseinrichtung für die lokalen Muslime zurückgekehrt und bietet Kurse in Theologie, Philosophie, Mathematik und Astronomie an.