Wenn du nach Manali fährst und Old Manali auslässt, machst du etwas falsch. Dieser Teil der Stadt fühlt sich an wie ein eigenes kleines Land, ruhiger, viel entspannter und gefüllt mit der bekannten Mischung aus Reisenden, die für eine Woche kamen und nie wieder gingen. Ich wohnte in der Nähe des Manu-Tempels, ging durch Gassen, die nach frischen Waffeln und Gras rochen (kein Witz), und landete in Cafés, wo der Besitzer deinen Namen schon am zweiten Tag kannte. Tagsüber summt Old Manali sanft. Cafés quellen über mit Rucksacktouristen, die in Moleskines Tagebuch schreiben, Hunde dösen unter Cafétischen, und Ladenbesitzer lächeln ohne sich anzustrengen.
So kommst du hin
Sobald du in Manali bist, geh (oder fahr) einfach am Hauptmarkt vorbei, überquere die Brücke über den Beas, und willkommen in Old Manali. Es ist nur 10 Minuten entfernt, fühlt sich aber an wie eine völlig andere Stadt. Du brauchst kein Taxi, es sei denn, du schleppst einen Koffer in Menschengröße mit dir herum.
Was dich erwartet
Hier sind die Rucksacktouristen. Wo die Einheimischen entspannt sind, die Cafés dich nicht hetzen und du wahrscheinlich jeden Abend denselben Leuten begegnest. Es ist voller Homestays mit Holzbalkonen, Holzfeuerküchen und Hunden, die dich adoptieren. Erwarte keinen Luxus, erwarte Komfort. Erwarte, spät aufzuwachen und dich nicht schuldig zu fühlen.
Für Neugierige
Die Atmosphäre hier ist nicht zufällig entstanden. Old Manali wurde schon vor Jahrzehnten, lange vor Instagram, zu einem Favoriten unter Reisenden. Einige Cafés und Gästehäuser gibt es schon seit den 90ern; du wirst Beatles-Poster, Bob Marley-Flaggen und Tagebücher von Leuten sehen, die für ein Wochenende kamen und ein halbes Jahr blieben. Außerdem thront der Manu Temple still im Hintergrund, ein kleiner Abstecher, der sich eher lokal als religiös anfühlt. Spaziere durch die Apfelplantagen in der Nähe, und du wirst dich fühlen, als würdest du unerlaubt eindringen, aber das tust du nicht. Jeder ist hier willkommen.
Gut zu wissen
– Das Signal kommt und geht. Manche Leute sehen das als Segen.
– Nimm Bargeld mit, nicht überall wird UPI akzeptiert und Geldautomaten spinnen oft.
– Tolle Essensmöglichkeiten, von israelisch bis tibetisch. Probiere Cafés wie Café 1947 oder Sunshine.
– Erwarte keine großen Sehenswürdigkeiten, hierher kommst du, um runterzukommen.
– Abends wird es kalt, selbst im Sommer. Zieh dich warm an.
– Wenn du im August oder September hier bist, verpasse nicht das Apfelernte-Treiben.