Der Tempel selbst ist nicht protzig. Ich habe keine goldenen Kuppeln oder aufwendige Schnitzereien gefunden, die nach meiner Kamera schreien. Er ist aus Holz, bescheiden und völlig im Einklang mit den umliegenden Bergen.
Was du hier tun kannst:
Es gibt eigentlich nichts zu tun, und das ist irgendwie der Sinn der Sache. Du sitzt, du atmest, du hörst zu. Dem Wind, dem gelegentlichen leisen Klang der Tempelglocke oder vielleicht sogar mal deinen eigenen Gedanken. Manche Leute beten. Ich saß einfach nur da. Er ist dem Weisen Manu gewidmet, dem Schöpfer der Menschheit in der hinduistischen Mythologie, und du bekommst dieses leise Gefühl, dass hier etwas Altes und Wichtiges vorbeigekommen ist, lange bevor wir alle hier auftauchten.
So kommst du hin:
Ein kurzer Spaziergang bergauf von Old Manali. Leicht zu finden, besonders wenn du jemanden vor Ort fragst. Sie werden dir den Weg zeigen und wahrscheinlich ein kleines Nicken geben, so nach dem Motto „ja, das ist eine gute Idee.“
Für Neugierige:
Keine Fotos drinnen. Vertrau mir, du wirst es nicht vermissen. Du wirst einfach nur da sein wollen, barfuß auf dem kalten Steinboden. Die Luft riecht leicht nach Weihrauch und Kiefer. Die Leute sprechen gedämpft. Niemand versucht hier, viral zu gehen, es ist erfrischend offline.
Gut zu wissen:
Geh früh. Oder spät. Vermeide im Grunde die Stoßzeiten, wenn die Reisegruppen vorbeikommen. Trag etwas Angemessenes. Nicht weil dich jemand kontrolliert, sondern weil der Ort ein bisschen Respekt verlangt, und ehrlich gesagt, hat er ihn verdient.