Was du tun kannst
Sobald du in Chitkul ankommst, verlangsamt sich alles. Es ist still, kalt und sauber auf eine Weise, die sich fast unwirklich anfühlt. Es gibt hier keine lange Liste von „Dingen, die man tun muss“, und genau das ist der Punkt. Du gehst zum Fluss, sitzt auf diesen riesigen glatten Felsen, während die Baspa vorbeibrüllt. Du wanderst ein bisschen, wenn dir danach ist, vielleicht in Richtung Nagasthi (der letzte zivile Punkt vor der indo-tibetischen Grenze) oder einfach in die Kiefernwälder hinter dem Dorf. Ich habe einen ganzen Nachmittag damit verbracht, nichts zu tun, außer Schatten über schneebedeckte Gipfel ziehen zu sehen. Das ist Chitkul für dich, ein Ort, der nichts von dir verlangt.
Wie du dorthin kommst
Chitkul liegt etwa 25 km von Sangla und rund 250 km von Shimla entfernt. Die Straße von Sangla ist schmal, oft nur eine Fahrspur, die in den Berghang gehauen ist, aber die Aussicht? Unwirklich. Du wirst wahrscheinlich mit dem Auto oder Taxi anreisen, Busse fahren zwar, sind aber selten und oft voll. Die Fahrt ist staubig und holprig, aber jede Kurve ist eine Postkarte. Im Winter ist das Dorf komplett geschlossen, daher ist der späte Frühling bis zum frühen Herbst deine Reisezeit. Ich war im Oktober dort, goldene Bäume, klarer Himmel und keine Menschenmassen.
Für Neugierige
Chitkul ist das letzte bewohnte Dorf an der indo-tibetischen Grenze, das du tatsächlich ohne Genehmigung besuchen kannst. Es liegt auf etwa 3.444 Metern (11.300 ft) und fühlt sich trotzdem irgendwie nicht rau an, vielleicht liegt es an den Holzhäusern, der entspannten Lebensweise oder dem Rauch, der aus winzigen Schornsteinen aufsteigt. Es gibt einen kleinen, aber wunderschönen Tempel (den Mathi-Tempel), der über 500 Jahre alt ist. Außerdem hat die Indo-Tibetische Grenzpolizei eine Basis weiter oben, und wenn du dorthin wanderst, öffnet sich die Landschaft zu so weiten Wiesen, dass du dich fühlen wirst, als würdest du in einem Traum spazieren gehen.
Gut zu wissen
Es wird kalt, selbst im Mai, also pack dich gut ein. Das Netz ist lückenhaft bis nicht existent (meistens kein Jio oder Airtel), und es gibt keine Geldautomaten. Ich habe in einem Holzgästehaus übernachtet, mit einer Decke, die so dick war, dass sie sich wie eine Rüstung anfühlte, und ehrlich gesagt, mehr brauchst du auch nicht. Das Essen ist einfach: Rajma, Reis, Paratha, endlose Tassen Chai. Wenige Cafés, kein WLAN, keine Ablenkungen. Nur du, der Fluss und das Gefühl, dass dies einer der letzten unberührten Winkel im Himalaya sein könnte.