Anjani Mahadev fühlt sich an wie einer dieser Orte, die im üblichen Manali-Reiseplan leicht übersehen werden, was ihn ehrlich gesagt noch besonderer macht. Wir hörten Gerüchte darüber, als wir durch Solang fuhren – etwas über einen natürlich geformten Eis-Shivling, versteckt in einem ruhigen Tempel an einer Klippe. Das klang zu faszinierend, um es auszulassen. Der Spaziergang ist knapp 2 km vom Hauptparkplatz in Solang entfernt, ein einfacher Weg, der sich durch Kiefernwälder schlängelt und an Pferden vorbeiführt, die gemütlich im Gras grasen (aber im Winter mit kniehohem Schnee sehr anstrengend). Wir sahen Einheimische in Wollschals und Touristen mit großen Augen, aber am meisten stach eine Familie älterer Frauen hervor, die in leuchtende Pashminas gehüllt waren und den langsamen Aufstieg mit leise vom Handy abgespielten Andachtsliedern machten. Und dann siehst du es. Ein sanfter Wasserfall, der von einer Klippe fließt und darunter einen natürlich geformten Eis-Shivling bildet – Natur und Glaube in einem surrealen Moment vereint.
Anreise
Fahre von Manali zum Solang Valley (ca. 30–40 Minuten). Parke in der Nähe der Seilbahnstation oder weiter oben an der Straße, wo der Wanderweg beginnt. Der Spaziergang nach Anjani Mahadev ist einfach und landschaftlich reizvoll, du brauchst keinen Führer.
Was du tun kannst
Der Tempel ist die Hauptattraktion, ruhig, kraftvoll und friedlich. Im Winter bildet sich der gefrorene Shivling auf natürliche Weise unter dem Wasserfall und zieht Pilger und Fotografen gleichermaßen an. Auch ohne Schnee ist es ein beruhigender Ort, um einfach nur dazusitzen und durchzuatmen.
Für Neugierige
Einheimische erzählen, dass dies der Ort ist, an dem Lord Shiva Anjani, der Mutter von Hanuman, während ihrer Buße erschien. Der Ort scheint diese stille Mythologie immer noch in sich zu tragen. Du findest dort einen kleinen Schrein, Glocken und Opfergaben von Gläubigen.
Gut zu wissen
Versuche, früh am Tag hinzugehen, dann sind weniger Leute da, das Licht ist besser und es ist friedlicher. Wirf keinen Müll weg (ist ja klar) und nimm Wasser mit. Am Anfang des Weges gibt es kleine Stände für Tee oder Maggi, aber nichts in der Nähe des Tempels selbst. Es gibt keinen Eintritt, und ja, Fotos sind erlaubt, aber vielleicht nimmst du dir auch ein paar Momente ohne Kamera.