Die Plaza de Toros de la Real Maestranza ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Sevillas, selbst wenn du keinerlei Interesse am eigentlichen Stierkampf hast (so wie ich – ich war in sechs Jahren, die ich hier lebe, nur einmal drinnen). Im 18. Jahrhundert erbaut, fasst diese beeindruckende gelb-weiße Arena 13.000 Zuschauer und stellt ein bedeutendes Stück andalusischen Kulturerbes dar, so umstritten es auch sein mag.
Ich werde dich nicht verurteilen, wenn du eine echte Corrida (Stierkampf) sehen möchtest – schließlich ist dies das Land des Stierkampfs, und die Maestranza gilt als eine der prestigeträchtigsten Arenen Spaniens. Die Saison dauert normalerweise von Ostersonntag bis September, wobei die Kämpfe meist sonntags stattfinden. Aber für die meisten Besucher bieten die ausgezeichnete Führung und das Museum (8 €) mehr als genug kulturellen Einblick ohne die ethischen Dilemmata.
Selbst wenn du die Innenbesichtigung auslässt, kannst du die markante Außenansicht nicht übersehen, während du durch das Viertel El Arenal schlenderst. Das Gebäude selbst ist architektonisch bedeutsam und aus jedem Winkel fotogen. In der Nähe findest du einige der traditionellsten Tapas-Bars der Stadt, deren Wände mit Stierkampf-Memorabilien geschmückt sind – perfekt, um die Kultur zu erleben, ohne die Praxis unbedingt zu befürworten. Ob dich der Stierkampf fasziniert oder abstößt, die Maestranza bleibt ein unbestreitbarer Teil der Identität Sevillas.