Während Toshogu in Nikko den ganzen Goldglanz abbekommt, bietet Futarasan-jinja etwas Subtileres, aber ebenso Kraftvolles. Im 8. Jahrhundert gegründet, lange bevor seine auffälligeren Nachbarn kamen, hält dieser Schrein die Dinge wunderbar zurückhaltend. Sein Honden (Haupthalle) sitzt dort still, fast so, als würde er zu all den späteren Ergänzungen sagen: „Ich war zuerst hier.“
Die Atmosphäre hier fühlt sich authentischer spirituell an – vielleicht, weil er dem Gott des Berges Nantai gewidmet ist, oder vielleicht, weil weniger Touristen an Toshogu vorbeikommen. Diese alten Zedernbäume schaffen erstaunliche natürliche Korridore, die dir das Gefühl geben, durch die Zeit zu gehen, anstatt nur durch eine weitere Schreinanlage.
Das Besondere an Futarasan ist, wie es dich daran erinnert, dass Nikko, bevor es zu einem Schaufenster der Shogunatsmacht wurde, in erster Linie eine heilige Bergstätte war. Der Schrein mag einfacher sein als seine Nachbarn, aber genau das lässt ihn sich stärker mit Nikkos ursprünglichen spirituellen Wurzeln verbunden fühlen.