Die Geheimnisse, Japan zu erleben: Tipps für jede Jahreszeit und wie man den Touristenwahnsinn vermeidet

Entdecke die besten Jahreszeiten, wie du dich durch Menschenmassen navigierst und kleine Geheimnisse, die deine Japanreise einzigartig und stressfrei machen.

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Giuseppe Denaro

Giuseppe Denaro

Japan

1. Wann du Japan meiden solltest: die Golden Week

Wenn du eine Reise nach Japan planst, gibt es eine Zeit, die du unbedingt vermeiden solltest: die Golden Week. Diese Woche nationaler Feiertage, die Ende April und Anfang Mai stattfindet (die Daten variieren jedes Jahr), ist die belebteste des ganzen Jahres. Die Japaner nutzen diese Feiertage zum Reisen, was touristische Orte extrem überfüllt macht. Du wirst nicht nur endlose Warteschlangen finden, sondern auch die Preise für Transport und Unterkünfte schießen in die Höhe. Wenn möglich, plane deine Reise vor oder nach dieser Woche, um Japan in aller Ruhe zu genießen.

2. Die besten Jahreszeiten: zwischen Schönheit und Menschenmassen

Jede Jahreszeit in Japan hat ihre Vor- und Nachteile, aber einige sind besonders ikonisch. Der Frühling ist berühmt für die Kirschblüte (Sakura), ein einzigartiges Erlebnis, das Touristen aus aller Welt anzieht. Das bedeutet jedoch auch, dass touristische Ziele überfüllt sind und die Preise tendenziell steigen. Der Herbst mit seinen wunderschönen Laubfarben (Momiji) ist ebenso magisch, verzeichnet aber auch einen Höhepunkt des Touristenstroms.

Wenn du Menschenmassen lieber meidest, könnte der Sommer eine interessante Option sein, besonders um die nördlichen Regionen wie Hokkaido und Tohoku zu besuchen, die im Winter zu kalt sind. Im Sommer bieten die Matsuri, die traditionellen japanischen Festivals, einen lebendigen Einblick in die lokale Kultur mit Paraden, Tänzen und Feuerwerken.

Der Winter schließlich ist eine ruhige Jahreszeit, die ein einzigartiges Erlebnis bietet. Die Onsen (japanische Thermalbäder) sind in dieser Saison besonders beliebt, mit Orten wie Hakone und Beppu, die ein unvergleichliches Entspannungserlebnis bieten. Darüber hinaus sind die japanischen Berge für Wintersportler berühmt für ihren leichten, pulvrigen Schnee, bekannt als Japow.

3. Japanische Busse: eine Unbekannte in Sachen Pünktlichkeit

In Japan ist Pünktlichkeit im Allgemeinen eine der am meisten geschätzten Eigenschaften von Transportmitteln, aber bei Bussen ist das nicht immer der Fall. Besonders in Kyoto kommt es oft vor, dass Busse mindestens 5 Minuten Verspätung haben. Das mag wenig erscheinen, aber wenn du eine knappe Umsteigezeit zwischen einem Bus und einem Zug oder einem anderen Bus hast, erhöht sich das Risiko, den Anschluss zu verpassen. Berücksichtige diese Möglichkeit immer und versuche, deine Anschlüsse mit etwas Sicherheitsspielraum zu planen.

4. Eine Ausnahme von der Regel: der Mangel an Mülleimern

Eines der Dinge, die viele Touristen in Japan überraschen, ist der Mangel an Mülleimern in öffentlichen Bereichen. Obwohl es einige Behälter für Plastikflaschen und Dosen gibt, sind Mülleimer für den allgemeinen Abfall selten. Wenn du unterwegs einen Snack isst, ist es ratsam, eine Plastiktüte mitzunehmen, um deinen Müll zu sammeln, bis du einen Mülleimer findest. Diese Behälter befinden sich normalerweise in Bahnhöfen oder Convenience Stores, aber selten im Freien.

5. Ein besonderer Ort, um den Berg Fuji vom Zug aus zu bewundern

Wenn du das Glück hast, mit dem Shinkansen zwischen Tokio und Kyoto zu reisen, könntest du die Gelegenheit haben, den majestätischen Berg Fuji zu sehen. Für die beste Aussicht setze dich auf die rechte Seite des Zuges, wenn du von Tokio nach Kyoto fährst, oder auf die linke Seite, wenn du die umgekehrte Strecke fährst. Wenn du das Ticket an einem Schalter kaufst, kannst du darum bitten, „auf der Fuji-Seite“ (Fujisan gawa) platziert zu werden, was deine Chancen erhöht, diese Ikone Japans zu bewundern.

6. Regen und das japanische Heilmittel: günstige Ponchos

Wenn du zu denen gehörst, die keinen Regenschirm für eine minimale Regenwahrscheinlichkeit mitnehmen möchten, gibt es eine einfache und bequeme Lösung. Die 100-Yen-Läden bieten eine Vielzahl von Artikeln an, darunter leichte und kompakte Regenponchos. Sie sind perfekt, um sie in die Tasche zu stecken und schützen dich, wenn der Regen dich unerwartet erwischt. Außerdem, falls du einen Regenschirm brauchen solltest, findest du leicht einen in jedem Convenience Store.

7. Verhaltensweisen, die du vermeiden solltest, um Japaner nicht zu beleidigen

Auch wenn Japaner im Allgemeinen sehr höflich sind und dir nie etwas sagen werden, gibt es einige Dinge, die du besser vermeiden solltest, um nicht unhöflich zu wirken:

• Sprich nicht laut, besonders nicht an öffentlichen Orten wie in Verkehrsmitteln oder beim Warten an Bahnhöfen. Respekt und Diskretion werden sehr geschätzt.

• Drängle dich niemals vor. Die Kultur des Respekts vor Warteschlangen ist in Japan grundlegend, achte also immer darauf, den Raum anderer nicht zu verletzen.

• Wirf keinen Müll auf die Straße. In Japan ist Sauberkeit ein von allen geteilter Wert, versuche also, verantwortungsbewusst mit deinem Müll umzugehen.

8. Ein Tipp, um Menschenmassen zu vermeiden: Erkunde abseits der ausgetretenen Pfade

Der japanische Inlandstourismus ist sehr aktiv, und die Wochenenden sind die Zeiten, in denen die bekanntesten Touristenorte tendenziell überfüllt sind. Die Menschenmassen können intensiver sein, mit einem Anstieg des Touristenverkehrs um 30-50%. Um den Andrang zu vermeiden, versuche, die Wochenenden weniger bekannten Zielen zu widmen, wo du Japan authentischer und entspannter erleben kannst. Außerdem ist dies die ideale Zeit, um versteckte Juwelen und Orte zu erkunden, die nicht in den wichtigsten Reiseführern erscheinen.

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