In Sapporo gibt es den Hill of the Buddha, einen monumentalen Buddha, der in einem Lavendelhügel versteckt ist. Du siehst ihn nicht sofort: Du erreichst ihn zu Fuß, durchquerst einen schwebenden, fast rituellen Raum, und erst am Ende offenbart sich der Buddha.
Die Struktur wurde von Tadao Ando entworfen, und das spürt man überall: Beton, reine Geometrien, Stille, Leere, die mehr sagt als Fülle.
Die Atmosphäre ringsum ist befremdlich, fast zeitlos. Es ist nicht nur ein Friedhof, es ist ein symbolischer Weg. Überall gibt es Anspielungen auf das Jenseits: eine Rekonstruktion von Stonehenge, Statuen, die von der Maya-Welt inspiriert sind, Elemente weit entfernter Kulturen, die im selben Raum koexistieren. Als ob die Idee des „Danach“ universell wäre, jenseits von Religionen und Grenzen.
Der Lavendel, der den Buddha umgibt, verändert alles: Farbe, Duft, Saisonalität. Im Sommer ist es fast unwirklich, aber auch außerhalb der Saison bleibt es sehr eindrucksvoll. Es ist ein Ort, der dir nichts erklärt, dir keine Antworten gibt, dich aber in die richtige Verfassung bringt, sie selbst zu finden.
Es ist kein Ort, den man schnell besucht. Es ist ein Ort, den man langsam, in Stille durchquert und die Architektur und den Raum ihre Wirkung entfalten lässt.