Die Neue Wache ist eines der ergreifendsten und bedeutendsten Denkmäler Berlins. An der berühmten Allee Unter den Linden gelegen, dient sie seit 1993 als zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.
Geschichte und Architektur:
- Ursprung: Zwischen 1816 und 1818 vom Architekten Karl Friedrich Schinkel erbaut, gilt sie als Meisterwerk des preußischen Klassizismus. Ursprünglich diente sie als Wachhaus für die Truppen des preußischen Königs.
- Symbolik: Das Gebäude ähnelt einem römischen Tempel mit einem Portikus aus dorischen Säulen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts änderte sich seine Bedeutung je nach den politischen Regimen Deutschlands (Monarchie, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR und schließlich das wiedervereinigte Deutschland).
Das Innere des Denkmals ist minimalistisch, leer und zutiefst bewegend. Im Mittelpunkt stehen:
- Die Skulptur: Im Zentrum des Saales befindet sich die Skulptur „Mutter mit totem Sohn“, eine vergrößerte Version eines Werkes der Künstlerin Käthe Kollwitz. Die Statue symbolisiert das stille Leid und die Tragödie des Krieges (die Künstlerin selbst verlor ihren Sohn und Enkel in Kriegen).
- Das Oculus: Direkt über der Statue befindet sich eine kreisförmige Öffnung in der Decke (Oculus). Dies bedeutet, dass die Skulptur direkt dem Regen, der Sonne und dem Schnee Berlins ausgesetzt ist, was die Idee der Verletzlichkeit, Hilflosigkeit und des Leidens der Opfer angesichts der Schicksalsmächte verstärkt.
Öffnungszeiten
Sie ist normalerweise von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Eintritt
Freier Eintritt
Adresse
Unter den Linden 4
U5 Museumsinsel Station
S3/S5/S7 Hackescher Markt Station