Sie ist neben Rothenburg ob der Tauber eine der größten Städte im Taubertal. Sie hat 23.000 Einwohner.
Zwischen 1525 und 1809 war sie der Sitz der Hochmeister, die den Deutschen Orden befehligten.
Die Familie Hohenlohe war viele Jahrhunderte lang sehr mächtig in dieser Region, und drei Brüder aus dieser Familie traten 1220 dem Orden bei. Sie spendeten ihren Anteil am Land ihres Vaters und begründeten damit eine der mächtigsten Kommenden des Deutschen Ordens im Heiligen Römischen Reich. Von 1244 bis 1250 war Heinrich von Hohenlohe Hochmeister des Ordens. Die alte Hohenlohe-Burg aus dem 12. Jahrhundert ist für Besucher geöffnet. Sie wurde 1565 renoviert und ist prächtig.
Napoleon löste den Deutschen Orden 1809 auf, aber die Organisation existiert bis heute und hat ihren Hauptsitz in Wien.
Der Deutsche Orden
Der Orden der Hospitalbrüder der Heiligen Maria des Deutschen Hauses zu Jerusalem wurde 1190 offiziell in Akkon gegründet. Sein Zweck war es, kranke Pilger oder in Schlachten mit den Sarazenen verwundete Kreuzfahrer zu versorgen. Sie trugen weiße Überwürfe mit einem schwarzen Kreuz.
Der Deutsche Orden war einer der mächtigsten und einflussreichsten in Europa. Die meisten seiner Mitglieder gehörten dem Adel an, darunter die preußische Königsfamilie und andere germanische Adlige.