Der Neue Torturm von Hundheim wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut, nachdem die Burg in die Stadt eingegliedert worden war.
Das dominante Bauwerk des Tores ist rechteckig und hat vier Stockwerke. Das oberste Stockwerk ist in Fachwerkbauweise errichtet und besitzt auf der Nordostseite einen kleinen, attraktiven Erker. Das Dach ist aus Schiefer und ergänzt das Gebäude wunderschön.
Das Tor besitzt zudem einen Rundbogen auf der Stadtseite und einen Spitzbogen auf der Außenseite.
Die Schießscharten in der steinernen Fassade der Mauer erzählen noch heute die Geschichte der Stadt. Schießscharten sind schmale Öffnungen in Mauern, Türmen oder Toren mittelalterlicher Befestigungsanlagen, die zur Verteidigung dienten. Sie ermöglichten es Bogenschützen oder Armbrustschützen, auf Feinde von außen zu schießen, ohne sich selbst zu sehr preiszugeben.
Unmittelbar südöstlich befindet sich der Alte Hundheimer Torturm, der den gleichen Grundriss wie sein Nachbar hat, aber etwas kleiner ist als der neuere Bau. Das geschichtete Mauerwerk ist auf der Stadtseite mit Fachwerkbalken durchsetzt, und das Walmdach ist mit Biberschwanzziegeln gedeckt.
Zusammen bilden die beiden Türme ein seltenes und imposantes Zwillingsensemble in der südwestlichen Ecke von Röttingen, das definitiv einen Besuch wert ist.
Im Sommer werden die Türme manchmal von Festteilnehmern besetzt.