Der Name dieser Straße, Reichsstraße, wurde ihr gegeben, weil sie Teil der Reichsstraße des Heiligen Römischen Reiches war, die die Reichsstädte Nürnberg und Augsburg miteinander verband.
Sie hat wunderschöne Häuser aus dem Mittelalter, aber alle sind Rekonktionen, da sie bei einem Bombenangriff im April 1945 vollständig zerstört wurden.
Schau dir das Haus in der Reichsstraße 10 an; es ist das älteste Haus der Stadt, erbaut 1297 und das ehemalige Hauptquartier der Meistersingerschule. Hier befand sich das Café Engel, eine Ikone der Stadt seit über 400 Jahren.
Bekannt für seine Tradition und einladende Atmosphäre, war das Café ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher. ## Leider gaben die Eigentümer Helga und Kurt Pätzold 2015 die Schließung des Betriebs bekannt, da sie keine Nachfolger finden konnten, um das Familienunternehmen fortzuführen.
Das Gebäude, in dem das Café Engel untergebracht war, zusammen mit dem benachbarten Wagenknechthaus, galt als wichtiges historisches Wahrzeichen, doch beide Gebäude wurden zwischen 2017 und 2018 abgerissen, trotz Protesten von Denkmalschutzorganisationen wie dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD).
Auf dem Gelände entsteht ein neues Stadtprojekt, der Engelshof, das Wohn- und Gewerbeflächen umfassen wird, wobei historische Elemente an der Fassade erhalten bleiben, um die lokale Erinnerung zu bewahren.
Obwohl das Café Engel nicht mehr in Betrieb ist, bleibt der Ort als Symbol für die reiche Geschichte und Kultur Donauwörths in Erinnerung.
In der Reichsstraße 34 befindet sich das Tanzhaus. Erbaut im Jahr 1400, war es ein Handelshaus, in dem jeden Sonntag Musik für die Bürger zum Tanzen gespielt wurde. Aus diesem Grund war es das wichtigste Gebäude in der Reichsstraße.
Kaiser Maximilian I. (gestorben 1517) feierte immer mit den Bürgern.
Während des Spanischen Erbfolgekrieges (1704) wurde das Haus geplündert und teilweise beschädigt.
1872 wurde es vollständig restauriert, doch ein Luftangriff im Jahr 1945 zerstörte dieses mittelalterliche Zentrum.
Zwischen 1973 und 1975 wurde das Haus erneut aufgebaut und dient heute als Modell für funktionalen Bau in historischer Umgebung.
Das Tanzhaus – einst ein Symbol einer stolzen Reichsstadt – ist wieder das Kultur- und Kommunikationszentrum der Stadt und beherbergt ein Theater mit 600 Plätzen. Das Archäologische Museum befindet sich im zweiten Stock.