Im Mittelalter war Nördlingen eine freie Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches und ein wichtiges Handelszentrum.
Die Stadtmauern und ihre 14 Türme, die zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert errichtet wurden, sind bis heute fast unversehrt erhalten geblieben.
In der Stadt gibt es eine Tradition, die 365 Tage im Jahr andauert: Jede Nacht steigt ein Türmer auf den Turm der St.-Georgs-Kirche, den Daniel, und ruft von oben herab, dass die Stadt frei von jeglicher Bedrohung ist. Die Nachstellungen beginnen um 22:00 Uhr, jede halbe Stunde, bis Mitternacht. Im Mittelalter war die Stadt ein ständiges Ziel von Angriffen und Bränden.
Nördlingen liegt im Zentrum eines Kraters, der vor Millionen von Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten entstand. Vor fünfzehn Millionen Jahren ereignete sich in der Region eine gewaltige Explosion: Ein Gesteinsbrocken aus dem All schlug mit enormer Wucht an dieser Stelle ein und schuf einen gigantischen Krater, das heutige Nördlinger Ries, das zu den am besten erhaltenen und am intensivsten erforschten Meteoritenkratern der Welt gehört.
Was ist das Ries?
Das Ries (oder Nördlinger Ries) ist eine einzigartige geologische Region in Süddeutschland, die hauptsächlich in Bayern liegt, zwischen den Städten Nördlingen, Oettingen, Wallerstein und anderen kleinen Orten.
Diese Region wurde daraufhin als Bayerns erster Nationaler Geopark ausgewiesen. Der neue Geopark umfasst auch angrenzende Gebiete des Fränkischen und Schwäbischen Jura.
Das Zentrum des Geoparks ist die Stadt Nördlingen, die direkt am Einschlagkrater liegt.
Das Rieskrater-Museum informiert über die faszinierende geologische Vergangenheit der Region. Hier wird die Erdgeschichte für Besucher zum Erlebnis und die Geowissenschaft greifbar.