Nachbarschaftsgarten Moritzplatz, auch bekannt als Prinzessinnengarten, ist ein städtischer Gemeinschaftsgarten im Herzen des Berliner Stadtteils Kreuzberg, nahe dem Moritzplatz. Es ist ein offener Raum für alle, mit besonderem Fokus auf die Integration von Menschen, deren gesellschaftliche Teilhabe aus verschiedenen Gründen erschwert ist. Das Hauptprinzip des Gartens ist die Idee des "Beitragens statt Tauschens", was bedeutet, dass jeder durch sein eigenes Engagement zu seiner Entwicklung beitragen kann, ohne direkte Gegenleistungen zu erwarten.
Der Garten entstand auf Initiative der lokalen Gemeinschaft, die ein ungenutztes Gelände in eine grüne Oase im Stadtzentrum verwandelte. Durch die gemeinsame Arbeit der Bewohner wurde dieser Ort zu einem Raum für den Anbau von Pflanzen, ökologische Bildung sowie die Organisation verschiedener kultureller Veranstaltungen und Workshops. Regelmäßig finden hier Treffen statt, bei denen aktuelle Angelegenheiten bezüglich des Betriebs des Gartens besprochen und zukünftige Aktivitäten geplant werden.
Ein wichtiger Aspekt der Gartenarbeit ist seine Selbstverwaltung und sein nicht-kommerzieller Charakter. Entscheidungen über die Nutzung des Raumes werden kollektiv von den engagierten Mitgliedern der Gemeinschaft getroffen. Der Garten erfüllt auch eine Bildungsfunktion, indem er Workshops zu Ökologie, urbanem Gartenbau und nachhaltiger Entwicklung anbietet.
Die Öffnungszeiten des Gartens werden bei den wöchentlichen Gemeinschaftstreffen festgelegt und online sowie auf der Informationstafel am Eingang vom Moritzplatz aus veröffentlicht. Da die Öffnungszeiten vom Engagement der Freiwilligen und den Wetterbedingungen abhängen, wird empfohlen, die aktuellen Informationen vor einem geplanten Besuch zu überprüfen.
Der Nachbarschaftsgarten Moritzplatz ist nicht nur ein Ort für den Anbau von Pflanzen, sondern vor allem ein Raum für den Aufbau von Gemeinschaft, die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils und die aktive Mitgestaltung der Stadtlandschaft.