Du wirst ihn zum ersten Mal sehen und dich für immer an ihn erinnern. Suilven ist eine dominierende Kraft in Assynt, aber mit nur 731 Metern über dem Meeresspiegel schafft er es gerade so in die Graham-Kategorie der Berge. Aber sein einzigartiges Aussehen, seine ungewöhnliche Form und seine perfekte Lage lassen diesen Berg in einer Region voller unglaublicher Giganten hervorstechen. Von den Stränden von Achmelvich und Clachtoll bis zur langen, gewundenen Straße nach Lairg sitzt Suilven und beobachtet jede deiner Bewegungen, während du dich durch sein Reich kämpfst.
Man könnte dir verzeihen, wenn du annimmst, dass dieser besondere Berg nicht zum Klettern ist; seine unversöhnliche Form sieht einfach nicht so aus, als wäre sie für uns bloße Menschen überhaupt zu versuchen, zumindest nicht ohne Seil und zangenartige Finger. Aber ein langer, langsamer und ziemlich flacher Spaziergang von Norden bringt dich direkt an den Bauch des Biestes, und plötzlich wirkt er nicht mehr ganz so furchteinflößend.
Suilven ist absolut so unversöhnlich, wie er scheint, aber wenn du nach einer Stunde Geröll-durchsetztem Klettern den zerklüfteten Gipfel erreichst und über die scheinbar endlosen Ausblicke blickst, während die Sonne am Himmel sinkt und kilometerlange Schatten auf die Hügel wirft, sind alle Gedanken an müde Beine, verschwitzte Rücken oder von Mücken gestochene Arme Vergangenheit, und die ruhige Stille ist alles, was du sehen und fühlen kannst.