Asinara ist mediterrane Macchia, sehr wenige Gebäude, Geschichte, kristallklares Wasser und viele wilde Tiere in freier Wildbahn. Hier kommst du in Kontakt mit ihrer wilden Natur und erfasst die wahre Essenz Sardiniens. Tatsächlich ist sie unserer Meinung nach die absolut beste Visitenkarte.
Eine kleine Kuriosität: Die Insel wird von Eseln (dem Albino), Pferden, Ziegen und Mufflons bewohnt, und der einzige, der dort seinen Wohnsitz hat, ist Mereu, ein Bildhauer.
Wir haben die Insel dank Pescaturismo mit Davide & Silvia besucht, die eine perfekte Kombination aus Abenteuer, Emotionen, Entspannung und leckerem Essen bieten.
Man fährt entlang der Ostküste, da diese vor dem Mistral geschützt ist. Sie ist niedriger als die Westküste, also wisse, dass während des Bootsausflugs Stopps zum Schwimmen geplant sind.
Wenn du dich fragst, was es auf der Insel Asinara zu sehen gibt, ihre wunderschönen Buchten sind einzigartig und atemberaubend. Vielleicht haben wir noch nie einen so schönen und sauberen Meeresboden gesehen. Man schwimmt mit vielen Fischen, also denk daran, deine Taucherbrille mitzubringen.
Das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis: das italienische Alcatraz
Was gibt es auf der Insel Asinara zu sehen, wenn nicht das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis? Während des Stopps für einen kurzen Spaziergang hatten wir die Gelegenheit, es zu besichtigen.
Die Insel galt einst als das italienische Alcatraz. Ihre Geschichte begann im fernen Jahr 1855, als Hirten und Fischer vertrieben wurden. So wurde eine landwirtschaftliche Strafkolonie eingerichtet. Eine kleine Kuriosität: 45 Familien ligurischer und ponzeser Fischer gründeten Stintino und lehrten die Einheimischen, wie man Thunfisch verarbeitet. In den 60er Jahren wurde das Hochsicherheitsgefängnis eröffnet. Der Besuch ist kostenlos und am Eingang gibt es einen Führer, der kurz die Geschichte erklärt.
Der Ort regt sehr zum Nachdenken an und hat uns gelinde gesagt überrascht! Er präsentiert sich mit einem großen Innenhof, wo die Häftlinge ihre Freizeit verbrachten. Das ehemalige Gefängnis besteht aus mehreren Räumen, wie zum Beispiel der Krankenstation, die ziemlich makaber anzusehen ist. Es gab etwa hundert Häftlinge, die in Fabriken und in der Käserei arbeiteten.
Wir haben den Bunker gesehen, in dem einst Toto Riina inhaftiert war, der leider heute verlassen ist. Asinara war auch eine sehr sichere Insel für Falcone und Borsellino, die 1985 den Maxi-Prozess vorbereiteten.
Die Insel wurde erst 1997 zum Nationalpark und ist somit für alle zugänglich. Zum Schluss danken wir Silvia, Davide und Tonino, dass sie uns Asinara auf epische Weise gezeigt haben. Vielen herzlichen Dank!