La Mamounia wurde 2022 in der köstlich-pikanten Netflix-Serie Inventing Anna in die Popkultur katapultiert. Doch das Luxusanwesen galt schon lange vor dem Ende der Scharade der falschen Prominenten Anna Delvey als ikonische Institution. Es wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert als Palast erbaut, und die umliegenden Gärten waren ein Hochzeitsgeschenk des marokkanischen Königs an seinen Sohn, Prinz Al Mamoun. La Mamounia wurde 1923 als Hotel für die Öffentlichkeit eröffnet und entwickelte sich schnell zu einem beliebten Rückzugsort für Prominente und Politiker. (Winston Churchill nannte es eines der besten Hotels, in denen er je übernachtet hatte.) Das Design des Hotels ist eine Mischung aus berberischer und arabisch-andalusischer Architektur sowie Art-déco-Stil: riesige Kronleuchter, kunstvolle Holzschnitzereien und marokkanisches Zellige (Mosaikfliesen) finden hier alle ihren Platz. La Mamounia hat sogar einen eigenen Signature-Duft – eine Mischung aus Zedernholz, Datteln und Zitrusfrüchten, die die Lobby und die Flure erfüllt. Alles in allem ist es schwer, Anna die Schuld dafür zu geben, dass sie unbedingt hierbleiben wollte.