Montenegro Landesinfos - Geografie

Die geografische Struktur Montenegros

Martina & Günther

Martina & Günther

Montenegro

Der kleine und recht dünn besiedelte Balkanstaat Montenegro ist ein gebirgiges Land, darauf lässt der klangvolle Name bereits schließen. Doch wirklich schwarz sind die Berge nicht. Zum großen Teil handelt es sich um stark verkarstetes Gestein, besonders im Süden und Westen des Landes, wobei die Bergwelt mit Hochgebirgsniveau im Norden und Osten neben den kahlen und hohen Gipfeln des Drinarischen Gebirges durchzogen ist von endlos grünen Misch-wäldern. Unzählige Schluchten und Canyons prägen das Land, die Tara-Schlucht gilt als die tiefste Europas, der gleichnamige Fluss ist mit 141 Kilometer der längste des Landes. Die Küstenlänge beträgt 293 Kilometer, unmittelbar im Hintergrund ragen die Berge bis zu 2.000 Meter hoch auf. Nur im Süden um Ulcinj konnte sich unterhalb des Rumija-Gebirges eine breitere Küstenniederung entwickeln, hier dominieren Sand- und Kies-strände, unter anderem der längste der Ostadria - Velika plaza.

Das Durmitor-Gebirge, hier befindet sich auch der höchste Berg Bobotov Kuk mit 2.522 Metern innerhalb der Landesgrenzen, beherbergt zahlreiche Hochebenen, das Prokletije-Gebirge weist unzählige schroffe Gipfel und tiefe Täler auf. Der höchste Berg hier ist der Zla Kolata mit 2.534 Metern - ein Grenzberg zu Albanien. Große Teile des verkarsteten Gebirges bestehen aus Poljen, sogenannten Feldern, entstanden durch Gletscherauflösungen. Diese bieten Grundlage für ein wenig Landwirtschaft. Selbst im Sommer ist das Hochgebirgsland durchzogen von Gletscherabschnitten und Firnfeldern, Montenegro war in der Vorzeit ein stark vergletschertes Land, hiervon zeugen unzählige Karseen, Moränen und Trogtäler. Um das fruchtbare Tal des Flusses Lim im Nordosten ist das Land recht dicht besiedelt. Ebenso um die Stadt Nikšić, hier dient das weitläufige Polje mit seinen Stauseen der Gewinnung von Hydroenergie. Montenegro hat einen Anteil von 2/3 am größten Binnensee des Balkans (der Rest liegt im Norden Albaniens), dem Skadar-See mit 391 km², dieser liegt im Landesinneren und fast auf Meereshöhe. Durch den Karst herrscht trotz der zahl- und wasserreichen Flüsse oft Wassermangel, im Sommer erfolgen daher öfter Importe aus den Nachbarländern Kroatien und Bosnien.

Tektonische Prozesse, durch die übrigens auch die sagenhafte Bucht von Kotor entstand, führen immer wieder zu schweren Erdbeben, das letzte suchte Montenegro im April 1979 heim.

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