Südlich der Jashar-Pascha-Moschee liegt das Nationalmuseum des Kosovo. Das wichtigste und größte Museum des Landes wurde 1949 zur Restaurierung, Erhaltung, Konservierung und Präsentation des kulturellen Erbes der damaligen Provinz Kosovo gegründet. Es beherbergt über 50.000 Exponate aus den Bereichen Archäologie, Numismatik, Ethnologie, moderner Geschichte und Natur. Weitere 1.200 Artefakte sollen in naher Zukunft aus dem Nationalmuseum Belgrad überführt werden. Das wertvollste Stück, eine 6.000 Jahre alte neolithische Terrakotta-Gottheit, die 1956 in der Nähe von Pristina gefunden wurde, gehört bereits zu den Exponaten.
Dieser Gebäudekomplex stammt aus dem Jahr 1889 und weist einen typisch österreichisch-ungarischen Baustil auf. Er wurde ursprünglich für militärische Zwecke genutzt und diente von 1945 bis 1975 als Hauptquartier der jugoslawischen Armee. Im dritten Stock befinden sich die Arbeitsräume des Archäologischen Instituts. Die ethnografische Abteilung befindet sich in einem abgelegenen Komplex im Norden der Altstadt. Im Jahr 2014 wurde das Museum nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wiedereröffnet, und Informationstafeln sind auf Englisch verfügbar. (Der Eintritt ist derzeit frei, geöffnet Mo-Sa, 10-20 Uhr).