Wissenswertes

Und Dinge, die du – vielleicht – noch nicht wusstest

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Irene Pila

Irene Pila

Thailand

In Thailand lächelt man nicht nur, um glücklich zu sein. Das Lächeln ist eine eigenständige soziale Sprache: Es kann Freude, Verlegenheit, Entschuldigung, Unbehagen oder Höflichkeit bedeuten. Deshalb wird Thailand auch „das Land des Lächelns“ genannt – aber pass auf, dass du es nicht immer als Zeichen von Fröhlichkeit interpretierst.

Ein sehr besonderer Aspekt ist die tiefe Verbundenheit mit der Monarchie. Der König ist eine fast heilige Figur, so sehr, dass selbst das Beschädigen einer Banknote (auf der sein Gesicht abgebildet ist) als beleidigende Geste gilt. Schlecht über die Monarchie zu sprechen, kann zu sehr strengen Strafen führen: Das Majestätsbeleidigungsgesetz ist eines der strengsten der Welt.

Eine weitere Sache, die viele Reisende überrascht, ist, dass der Kopf als der heiligste Teil des Körpers gilt, während die Füße als der unreinste gelten. Jemanden am Kopf zu berühren – selbst spielerisch – kann als sehr respektlos empfunden werden. Und ebenso ist es verpönt, die Füße auf eine Person oder ein heiliges Bild (wie eine Buddha-Statue) zu richten.

Der Theravada-Buddhismus ist die Hauptreligion und beeinflusst die Kultur tiefgreifend. Tempel sind nicht nur spirituelle Orte, sondern auch soziale Zentren. Viele thailändische Jungen verbringen einen Teil ihres Lebens als Mönche, auch wenn es nur für ein paar Wochen ist, als Geste der Hingabe und persönlichen Entwicklung.

Kulinarisch gesehen hat Thailand eine unglaublich lebendige Esskultur, und Streetfood gilt als eines der besten der Welt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Thailänder sogar sechsmal am Tag essen und ständig Snacks zu sich nehmen. Vergiss starre Mahlzeiten: Hier isst man, wenn man Hunger hat oder wenn etwas zu gut riecht, um es zu ignorieren.

Und dann gibt es noch den thailändischen Mondkalender, der neben dem gregorianischen Kalender existiert. Das buddhistische Neujahr, das mit dem Wasserfest Songkran gefeiert wird, fällt auf April. In dieser Zeit verwandeln sich die Städte in Wasser-Schlachtfelder: Junge, Alte und Touristen bewerfen sich auf den Straßen mit Wassereimern, in einer Mischung aus Reinigungsritual und kollektivem Fest.

Zuletzt, ein kurioses, aber wichtiges Detail: In Thailand haben die Wochentage eine zugeordnete Farbe, und viele Thailänder wählen ihre Kleidung entsprechend dem Tag. Zum Beispiel ist Gelb die Farbe des Montags und wird auch mit dem König assoziiert, der an einem Montag geboren wurde.

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