Fès in Marokko ist eine Stadt mit einer alten und vielfältigen Geschichte. Sie wurde 789 unter dem Namen Madinat Fas am Ufer des Flusses Jawhar von Idris I., dem Gründer der Idrisiden-Dynastie, gegründet. Die beiden Siedlungen von Fès wurden 1070 vereinigt, und bald erlangte die Stadt einen Ruf als Zentrum religiöser Studien und kommerzieller Aktivitäten. Während der Meriniden-Ära (13.–15. Jahrhundert) erlangte Fès den Status einer politischen Hauptstadt zurück, und zahlreiche neue Moscheen und Medresen wurden gebaut. Die Stadt wurde berühmt für ihre maurischen und marokkanischen Architekturstile, ihre Universitäten und kulturellen Stätten. Heute existieren noch die historischen Viertel der Medina, wie Fès el-Bali und Fès Jdid, während das moderne und viel größere Gebiet der Ville Nouvelle zahlreiche Attraktionen beherbergt, darunter den Königspalast, die al-Qarawiyyin-Moschee/Universität und die historische Chouara-Gerberei. Mit ihrer lebendigen kulturellen Präsenz verdient Fès wirklich die Titel „Mekka des Westens“ und „Athen Afrikas“.