Der erste große baskische Halt ist geologischer Natur und wirklich beeindruckend.
Der Flysch bei Zumaia ist eine Abfolge von Sedimentgesteinsschichten, die in den Küstenklippen freigelegt sind und sechzig Millionen Jahre Erdgeschichte in sichtbaren Gesteinsstreifen vom Klippenrand bis zur Wasserlinie aufzeichnen. Die Schichten sind durch tektonische Bewegungen fast senkrecht gekippt – was einst horizontale Meeresbodenablagerungen waren, steht nun senkrecht und zieht sich in dunklen und hellen Bändern über die Klippenwand wie die aufrecht gehaltenen Seiten eines Buches.
Eine dieser Schichten – ein dünnes, dunkles Band aus iridiumreichem Gestein – markiert den genauen Zeitpunkt des Massensterbeereignisses, das die Kreidezeit beendete. Dasjenige, das die Dinosaurier auslöschte. Du kannst davor stehen und mit dem Finger darauf zeigen, wenn Ebbe ist.
Die Klippen sind am besten vom Wasser aus zu sehen – Bootstouren starten vom Hafen von Zumaia und zeigen dir das volle Ausmaß der Formationen von der Seeseite, was wesentlich beeindruckender ist als der Blick von der Klippe. Die Tour dauert etwa eine Stunde und findet bei den meisten Wetterbedingungen statt.
Falls die Bootstour nicht in den Tag passt, führt der Klippenpfad von Zumaia in Richtung Deba oberhalb der Flysch-Formationen entlang und bietet Luftaufnahmen der Gesteinsbänder und der Küstenlinie. Der Weg ist etwa vier Kilometer lang (einfache Strecke) und gut markiert.
Praktischer Hinweis: Die Bootstouren finden nach einem saisonal wechselnden Fahrplan statt. Informiere dich im Voraus über die Zeiten und komme früh genug am Hafen an, um dir einen Platz zu sichern.