Fahre von Cangas de Onís nach Osten in den Park Richtung Covadonga – ein Heiligtum, das in eine Felswand über einer Flussschlucht gebaut wurde und seit dem 8. Jahrhundert ein Wallfahrtsort ist. Die Basilika ist rosa, unwahrscheinlich und völlig außer Maßstab zur umgebenden Landschaft, was sie gerade deshalb sehenswert macht. Die heilige Höhle unterhalb der Basilika beherbergt eine kleine Kapelle und eine Quelle und strahlt die Atmosphäre eines Ortes aus, zu dem Menschen seit über tausend Jahren mit ernster Absicht kommen.
Verbringe nicht zu viel Zeit in Covadonga selbst. Das eigentliche Ziel liegt darüber.
Die Straße von Covadonga führt durch Wald und dann oberhalb der Baumgrenze zu den Lagos de Covadonga – zwei Gletscherseen, die in einem hochalpinen Talkessel auf etwa 1.100 Metern liegen. Lago Enol und Lago Ercina sind durch einen kurzen Pfad verbunden und von Karstkalkstein umgeben, der den grünen asturischen Tälern darunter in nichts gleicht. Die Gipfel des westlichen Massivs erheben sich auf drei Seiten über den Seen. An einem klaren Tag ist die Spiegelung der Felswände im Wasser ein Bild, das keine fotografischen Fähigkeiten erfordert, um es gut einzufangen.
Das ist dein erster richtiger Bergmoment der Reiseroute. Lass es langsam angehen.
Praktischer Hinweis: Zwischen Ende Juni und Mitte September ist die Straße zu den Seen wegen Überlastung für Privatfahrzeuge gesperrt. Ein Shuttlebus fährt von Covadonga und braucht etwa zwanzig Minuten. Außerhalb der Hochsaison kannst du direkt fahren. Informiere dich vorab über die aktuellen Zugangsbedingungen.