Caneta, versteckt im Dorf Altares, ist eines dieser azorischen Restaurants, das sich wirklich tief verwurzelt anfühlt. Es ist familiengeführt und, seinem Tempo treu, begann es nicht als gehobenes Restaurant – es startete Ende der 90er als kleine Snackbar und entwickelte sich still und leise zu diesem beliebten, inselweit bekannten Ort.
Was hier wirklich herausragt, sind die Steaks. Das Rindfleisch wird vom Restaurant selbst gezüchtet, gereift und gegrillt – grasgefüttertes Angus, das praktisch auf der Zunge zergeht. Die „Espetada Caneta“ (Filet-Mignon-Spieß) oder ein Tomahawk-Steak hier können dich daran erinnern, warum Leute Umwege machen, nur um so gut zubereitetes Fleisch zu essen. Neben Fleisch ist die hausgemachte Alcatra (ein langsam gegarter Rinderschmorbraten) eine weitere Spezialität – tiefgründig, reichhaltig und der azorischen Tradition treu.
Sie gleichen die deftige Seite der Speisekarte auch mit echten lokalen Vorspeisen aus – gegrillte Napfschnecken, hausgemachte Wurst, Ziegenkäse, sogar Knochenmark mit lokalem Süßbrot. Und vergiss das Dessert nicht: Essigpudding und Ananasflan machen auf seltsame Weise süchtig und bleiben in Erinnerung.
Ich würde sagen, Caneta ist ein Muss für Fleischliebhaber, besonders wenn du etwas Deftiges, Gekonntes und authentisch Azorisches möchtest. Die Portionen sind großzügig, die Atmosphäre gemütlich mit bodenständigem Charme, und Rezensenten erwähnen oft einen einladenden Service – manche sagen sogar „herausragend“.
Die Preise sind nicht billig, aber du bekommst, wofür du bezahlst. Es fällt fest in die Mittelklasse-Kategorie, wo Qualität, Tradition und eine entspannte Atmosphäre wunderbar zusammenkommen.