Dieser kleine, aber faszinierende Tempel gehört zu den interessantesten Orten in der Umgebung von Bangkok. Inmitten eines alten Militärlagers steht eine unscheinbare Kapelle, die im Laufe der Jahre fast vollständig von einem riesigen Banyanbaum verschluckt wurde. Wurzeln und Äste umschließen den gesamten Tempel wie eine natürliche Rüstung, und im Inneren findest du eine goldene Buddha-Statue. Der Ort wirkt fast magisch – halb Tempel, halb lebendiger Organismus.
Wat Bang Kung ist jedoch nicht nur ein fotogener, von Bäumen bewachsener Tempel, sondern auch ein wichtiger historischer Ort. Er entstand wahrscheinlich am Ende der Ayutthaya-Periode im 18. Jahrhundert und diente ursprünglich als spirituelles Zentrum für Soldaten, die hier den Flusszugang zur ehemaligen Hauptstadt verteidigten. Die Region Mae Klong war strategisch entscheidend, und hier versammelten sich die thailändischen Truppen während der Kriege mit Burma. Als Ayutthaya 1767 erobert wurde, verlor der Tempel allmählich seine Bedeutung und wurde aufgegeben. Die Natur holte ihn sich zurück – der Banyanbaum und andere Bäume umwuchsen ihn buchstäblich und schützten ihn vor dem Verfall. Dadurch blieben die ursprüngliche Kapelle und die Buddha-Statue erhalten, die bis heute als Symbol für Ausdauer und Schutz verehrt wird.
Tipp: Erkunde auch das umliegende Gelände mit Statuen legendärer thailändischer Krieger, die die Geschichte des Ortes ergänzen.