Die Burg Nagoya ist eine der bekanntesten Japans, nicht nur wegen ihrer beeindruckenden Architektur, sondern auch wegen ihrer Verbindung zur Geschichte der Tokugawa-Familie, die Japan während der Edo-Zeit regierte. Hier ist ein Leitfaden, wie du diesen kulturellen Schatz am besten genießen kannst.
Wie kommst du hin?
🚆 Von Tokio aus:
Nimm den Shinkansen Nozomi bis zum Bahnhof Nagoya (1,5 Stunden).
Vom Bahnhof Nagoya nimmst du die U-Bahn bis zur Station Shiyakusho (5 Min.). Die Burg ist etwa 10 Gehminuten entfernt.
🚆 Von Kyoto/Osaka aus:
Nimm den Shinkansen Nozomi (35-50 Min.).
Vom Bahnhof Nagoya folgst du den gleichen Anweisungen.
Geschichte der Burg Nagoya
Erbaut im Jahr 1612 von Tokugawa Ieyasu, dem Gründer des Tokugawa-Shogunats, wurde die Burg als strategische Festung zum Schutz der Stadt und der zentralen Region Japans konzipiert. Während der Edo-Zeit wurde die Burg zur Residenz des Owari-Tokugawa-Clans, einem Zweig der Tokugawa-Familie.
Ihr Design ist beeindruckend, mit einem fünfstöckigen Hauptturm, der die Größe der Samurai-Familie repräsentiert, sowie zwei riesigen „Shachihoko“ (einem Drachen mit Fischkörper), die das Dach schmücken und als Symbole des Schutzes gelten.
Die Highlights der Burg
1️⃣ Hauptturm (Tenshukaku)
Der Turm wurde ursprünglich während des Zweiten Weltkriegs zerstört, aber 1959 mit modernen Materialien im gleichen architektonischen Stil der damaligen Zeit wiederaufgebaut. Im Inneren kannst du durch interaktive Ausstellungen etwas über die Geschichte der Burg erfahren, und in den oberen Stockwerken genießt du einen Panoramablick über die Stadt.
2️⃣ Hommaru-Palast
Der ursprüngliche Palast wurde bei einem Brand zerstört, aber kürzlich wiederaufgebaut. Er ist ein prächtiges Beispiel traditioneller japanischer Architektur mit geschnitzten Holztüren, Tatami-Matten und bemalten Papierschirmen, die Szenen aus dem Samurai-Leben darstellen.
3️⃣ Die Burggärten
Die Burg ist von weitläufigen Gärten umgeben, die besonders im Frühling, wenn die Kirschbäume blühen, oder im Herbst, wenn sich die Blätter verfärben, wunderschön sind. Es ist ein perfekter Ort zum Spazierengehen und Entspannen.
Tipps für deinen Besuch
Öffnungszeiten: Die Burg ist täglich geöffnet, aber die Zeiten variieren je nach Saison (normalerweise von 9:00 bis 16:30 Uhr).
Eintritt: Der Eintritt zur Burg ist kostenpflichtig (ca. 500 Yen), während der Zugang zu den Gärten kostenlos ist.
Führungen: Wenn du ein tieferes Erlebnis möchtest, kannst du vor Ort einen Guide engagieren, um mehr über die Geschichte der Burg und der Samurai zu erfahren.
Weitere Aktivitäten in der Nähe
Nach dem Besuch der Burg solltest du diese Orte in der Nähe nicht verpassen:
Tokugawa-Kunstmuseum – Mit einer beeindruckenden Sammlung von Samurai-Kunst.
Osu Kannon – Ein lebhafter buddhistischer Tempel, umgeben von Einkaufsstraßen voller Secondhand-Läden und einzigartiger Produkte.