Der Futarasan-Schrein ist ein bedeutender Shinto-Schrein in der Stadt Nikko in der Präfektur Tochigi, Japan. Er wurde im Jahr 767 vom buddhistischen Mönch Shōdō Shōnin gegründet und ist drei Hauptgottheiten gewidmet:
Ōkuninushi: Gott des Nationenbaus, der Landwirtschaft, der Medizin und der Schutzmagie.
Tagorihime: eine der drei Munakata-Göttinnen.
Ajisukitakahikone: Gott der Landwirtschaft und des Donners.
Der Schrein erstreckt sich über drei separate geografische Gebiete:
Hauptschrein: Er liegt zwischen dem Tōshō-gū und dem Taiyū-in-Mausoleum und beherbergt mehrere Gebäude, die als wichtige Kulturgüter Japans ausgewiesen sind.
Mittlerer Schrein: Er befindet sich am Ufer des Chūzenji-Sees, wurde 1699 wiederaufgebaut und verfügt ebenfalls über Gebäude, die als wichtige Kulturgüter ausgewiesen sind.
Innerer Schrein: Er liegt auf dem Gipfel des Berges Nantai, wurde im Jahr 782 gegründet und enthält rituelle Artefakte aus der Nara-Zeit, von denen viele als wichtige Kulturgüter ausgewiesen sind.
Die rot lackierte Shinkyo-Brücke ist ein Wahrzeichen, das den Futarasan-Schrein mit dem Tōshō-gū verbindet. Diese Brücke gilt als eine der drei schönsten Japans und ist seit Dezember 1999 als Weltkulturerbe registriert.
Der Futarasan-Schrein ist für seine historische und kulturelle Bedeutung bekannt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe „Schreine und Tempel von Nikko“.