Wie du dich auf Südafrikas Straßen zurechtfindest
Was du über Südafrikas Straßen wissen musst!
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World Wild Hearts
South Africa
Das Wichtigste ist, dass Südafrikaner auf der linken Straßenseite fahren, wobei sich das Lenkrad auf der rechten Seite des Fahrzeugs befindet.
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Straßenzustand pro Provinz
Südafrika mit dem Auto zu erkunden, ist eine der besten Möglichkeiten, das Land zu sehen, aber das Erlebnis ändert sich drastisch, sobald du eine Provinzgrenze überquerst. Hier sind die Straßenzustände pro Provinz:
Westkap
Gilt allgemein als die beste Straßeninfrastruktur des Landes. Die N1, N2 und R62 sind gut instand gehalten, mit klarer Beschilderung und sauberen Rastplätzen. Überall gibt es ASOD-Kameras (Average Speed Over Distance), also fahr nicht zu schnell.
Gauteng (Johannesburg)
Die Straßen sind von hoher Qualität, aber unglaublich belebt. Es gibt schnelllebige, mehrspurige Autobahnen und starken Verkehr. Achte hier auf aggressives Fahrverhalten.
Nordkap
Dies ist das Land des „Nichts“ – und es ist wunderschön. Die Straßen sind im Allgemeinen gut, aber gerade und hypnotisch. Goldener Tipp: Stock dich ein! Du kannst leicht 200 km fahren, ohne eine Tankstelle oder einen Laden zu sehen. Halte immer einen vollen Ersatzreifen, 5-10 Liter Wasser und Snacks bereit. Wenn du hier eine Panne hast, könnte Hilfe Stunden entfernt sein.
Ostkap
Sobald du vom Westkap ins Ostkap wechselst, ist ein spürbarer Rückgang der Straßenqualität festzustellen. Es wird ländlicher und rauer. Achte auf Vieh. Kühe, Ziegen und Esel nutzen die Hauptstraßen häufig als ihre persönliche Lounge. Schlaglöcher sind hier auch viel häufiger, besonders auf Nebenstraßen.
Mpumalanga & Limpopo
Heimat der Panorama Route und der Krüger-Tore. Die Straßen sind in den meisten touristischen Gebieten im Allgemeinen anständig, können aber durch schwere Kohletransporter und Sommerüberschwemmungen beschädigt werden. Viele langsam fahrende Lastwagen und viele Schlaglöcher, sobald du die Haupttouristenstraßen wie die Panorama Route verlässt.
Freistaat
Der Freistaat ist oft die „Transitprovinz“, durch die du fährst, um zwischen Johannesburg und Kapstadt oder Lesotho zu gelangen. Es gibt endlose Sonnenblumen- oder Maisfelder und weite, offene Himmel. Der größte Teil der Fahrt findet auf der N1 (Nord-Süd) oder der N3 (Ost) statt. Die wichtigsten Nationalstraßen (N-Routen) sind ausgezeichnet. Wenn du dich jedoch auf die sekundären „R“-Straßen wagst, um kleine Städte wie Clarens zu sehen, sei auf Schlaglöcher vorbereitet. Sie können tief genug sein, um einem Reifen in Sekundenschnelle das Leben zu nehmen. Die Seitenwinde in diesen flachen Ebenen können auch überraschend stark sein.
KwaZulu-Natal
Das Fahren in KZN ist wunderschön, erfordert aber deine volle Aufmerksamkeit. Die Landschaft wechselt von den hoch aufragenden Drakensbergen hinunter zur feuchten Küste des Indischen Ozeans. Die N3 „Trans-Natal“-Autobahn ist die meistbefahrene LKW-Arterie des Landes. Die Straßen auf den Mautstraßen sind im Allgemeinen gut, aber die N3 ist oft im Bau, da sie ständig erweitert wird, um die Tausenden von Schiffscontainern zu bewältigen, die vom Hafen Durbans transportiert werden. Auf der N3 wirst du auch auf „Konvois“ von schweren Lastwagen treffen. Sei geduldig; versuche nicht, dich an engen Stellen an ihnen vorbeizudrängen.
Wichtige Tipps für sicheres Fahren
1. Die Höflichkeit der „gelben Spur“
In Südafrika ist es üblich, dass langsamere Fahrzeuge auf den gelben Seitenstreifen ausweichen, um schnellere Autos vorbeizulassen. Wenn dich jemand vorbeilässt, bedanke dich, indem du zweimal die Warnblinkanlage betätigst. Sie werden normalerweise mit dem Fernlicht zurückblinken, um „gern geschehen“ zu sagen.
2. Vier-Wege-Stopps
Wenn eine Ampel (Roboter) kaputt ist, wird die Kreuzung automatisch zu einem Vier-Wege-Stopp. Die Regel ist einfach: Wer zuerst ankommt, fährt zuerst. Es ist ein überraschend höfliches System, das den Verkehr am Laufen hält.
3. Fahr bei Tageslicht
Fahr niemals lange Strecken nachts. Zwischen unbeleuchteten Straßen, unsichtbaren Schlaglöchern, umherstreifenden Wildtieren und dem erhöhten Kriminalitätsrisiko in bestimmten Gebieten lautet die „Goldene Regel“ des Reisens in SA: Sei bei Sonnenuntergang an deinem Ziel.
4. Sicherheit an Ampeln in städtischen Gebieten
Wenn du an Ampeln in städtischen Gebieten anhältst:
Halte deine Fenster geschlossen und Türen verriegelt.
Halte Wertsachen (Telefone, Taschen) außer Sichtweite (idealerweise im Fußraum oder Kofferraum).
5. Vertraue dem GPS nicht blind
Apps wie Google Maps oder Waze schlagen manchmal „Abkürzungen“ durch informelle Siedlungen oder Townships vor, um 2 Minuten zu sparen. In Großstädten (wie Kapstadt oder Joburg) bleib auf den Hauptautobahnen (M- und N-Routen), auch wenn es länger dauert. Du weißt nie, wie sicher eine bestimmte Township oder informelle Siedlung ist.
6. Die R355 überleben (Nord-/Westkap)
Wenn du planst, diese Straße zu befahren (um die Tankwa Karoo zu besuchen oder zum AfrikaBurn zu fahren), dann befolge diese Tipps:
Fahr nicht über 80 km/h. Die Leute fühlen sich oft sicher, weil die Straße lang und flach ist, aber in dem Moment, in dem du bei über 100 km/h auf einen „Schieferstachel“ triffst, platzt dein Reifen nicht nur – er zerfällt.
Reifendruck anpassen: Senke deinen Reifendruck leicht (auf etwa 1,8 bar). Dadurch wird der Reifen „weicher“, sodass er über scharfe Steine rollen kann, anstatt von ihnen durchstochen zu werden. Denk nur daran, sie wieder aufzupumpen, sobald du auf Asphalt fährst! Die Servicekräfte an der Tankstelle erledigen das für dich, also keine Sorge!
Hab einen vollwertigen Ersatzreifen (nicht die „Notrad“-Ersatzreifen)
Südafrikanische Tankstellen
Im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern, in denen „Selbstbedienung“ die Norm ist, sind südafrikanische Tankstellen voll bedient. So funktioniert es:
Wenn du vorfährst, füllt ein Tankwart deinen Tank, wäscht aber auch proaktiv deine Windschutzscheibe.
Die meisten Tankstellen haben eine kleine „Reifenbucht“. Wenn du einen Platten hast, können sie ihn oft (mit einem „Snot-Plug“) in weniger als 5 Minuten für eine sehr geringe Gebühr (normalerweise etwa R50–R100) flicken. Das ist unglaublich effizient.
Da die Tankwarte viel Handarbeit leisten, ist es üblich, Trinkgeld zu geben: R10: Für eine schnelle Scheibenreinigung und Tankfüllung. R20–R50: Wenn sie Zeit damit verbracht haben, alle Flüssigkeiten zu überprüfen oder dir beim Reifenwechsel/-flicken geholfen haben.
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