Mietwagen in Japan
Alles was du wissen musst um in Japan ein Auto zu mieten & zu fahren
Katharina Klueber
Japan
Japan ist ein faszinierendes Land, das sich hervorragend mit dem Auto erkunden lässt. Wenn du planst, Japan auf eigene Faust zu erkunden, ist das Mieten eines Autos eine bequeme und flexible Option. Dabei kann es aber in einem anderen Land eine echte Herausforderung werden, da oft die Sprachbarrieren zu groß sind und andere Verkehrsregeln herrschen.
ERSTE INFOS & TIPPS
Voraussetzungen für das Auto mieten in Japan
Nicht jeder kann und darf in Japan ein Auto mieten. Zum Glück sind die Voraussetzungen die gleichen wie in Deutschland und vollkommen unkompliziert. Um also in Japan ein Auto zu mieten, musst du:
mindestens 18 Jahre alt sein
einen Führerschein besitzen (mit japanischer Übersetzung)
eine Kreditkarte besitzen
Kommst du aus Österreich, musst du deinen Führerschein nicht übersetzen lassen, sondern kannst den internationalen Führerschein nutzen. Für deutsche und Schweizer Staatsbürger gilt der internationale Führerschein leider nicht.
Führerschein übersetzen lassen
Wie bereits oben erwähnt, können deutsche Staatsbürger nicht mit einem internationalen Führerschein in Japan ein Auto mieten oder fahren. Daher musst du es an einer Stelle übersetzen lassen. Hier sind einige Optionen:
Japan Experience*: Preis: 75 Euro / Dauer: 6 Wochen
ADAC: 65 Euro (vor Ort), 70 Euro (per Post) / Dauer: 10 Werktage
japan-fahren: ab 44,90 Euro (Selbstausdruck in Japan) / Dauer: 1-3 Werktage
Die übersetzten Führerscheine sind dann ein Jahr lang gültig.
Eine weitere Möglichkeit ist es, auch über die JAF-Webseite den Führerschein übersetzen zu lassen und dann in Japan in einem Konbini die Dokumente auszudrucken. Das kostet dich dann nur 4.000 Yen.
Mietwagenanbieter
Japan hat zahlreiche Mietwagenanbieter, darunter einige, die Service in Englisch anbieten, sowie solche, die ausschließlich japanisch sprechen. Die am häufigsten genutzten Mietwagenanbieter sind:
Bei diesen drei Anbietern gibt es englische Webseites, daher sollte es kein Problem sein dort ein Auto zu mieten. Ich habe bisher schon bei Orix und Nippon ein Auto gemietet und war bis jetzt immer sehr zufrieden mit der Abwicklung.
Es gibt auch noch einige Billig Anbieter für das Auto mieten in Japan, z.B.:
Allerdings habe ich da noch keine Erfahrung damit gemacht. Ist dir das alles zu unsicher kannst du auch ein Auto über diese Seiten buchen:
Tipp: Kannst du ein wenig japanisch suche Mietwagenanbieter auf Japanisch. Es kommt viel mehr Auswahl und oftmals sind die Preise auch etwas günstiger.
AUTO FAHREN IN JAPAN
Linksverkehr in Japan
Japan gehört zu den Ländern, in denen Linksverkehr gilt. Dies bedeutet, dass das Lenkrad im Fahrzeug auf der rechten Seite ist und du auf der linken Straßenseite fährst.
Was natürlich für viele ein absoluter Horror und Stressfaktor ist. Allerdings braucht dich das jetzt nicht zu entmutigen. Du wirst dich relativ schnell daran gewöhnen, auf der linken Seite zu fahren.
Das Einzige, was am Anfang sehr verwirrend ist, sind die Scheibenwischer und Blinker, die andersherum sind. Eigentlich logisch, aber die Gewohnheit kommt da oft durch. Am Anfang verwechsle ich beides immer, und anstatt zu blinken, schalte ich die Scheibenwischer an.
Auch die Gangschaltung ist überhaupt kein Problem beim Fahren, da so gut wie alle Autos Automatik haben und das Schalten somit entfällt.
Mautgebühren auf der Autobahn (ETC)
In Japan sind Autobahnen mautpflichtig. Sobald du auf die Autobahn auffährst, siehst du die Toll Gates, durch die du durchfahren musst. Hier musst du darauf achten, durch welches du genau fährst, denn es gibt ein paar Unterschiede.
ETC-Karte: Hast du die ETC-Karte (Electronic Toll Collection), kannst du durch das ETC-Tor fahren. Die Karte erleichtert die Zahlung von Mautgebühren und ist in den meisten Mietfahrzeugen verfügbar – muss aber oftmals extra dazu gebucht werden!
Bargeld: Hast du nur Bargeld, musst du durch Tore, auf denen „一般“ steht, durchfahren. Dort kannst du dann bar zahlen, Kartenzahlung ist nicht möglich. Bist du dir nicht sicher, wie viel Bargeld du brauchst, kannst du die Gebühr auch vorher online ausrechnen.
Parken in Japan
In Japan, vor allem in Städten, herrscht Platzmangel. Deswegen kann es sein, dass das Parken in Japan für dich teuer wird. Vor allem in den Städten steigen die Preise für Parkplätze, und freie Plätze sind manchmal schwer zu finden.
Auch bei Sehenswürdigkeiten, die Parkplätze anbieten, können die Preise von günstig bis teuer vorkommen und es kann manchmal schwierig sein, an Wochenenden oder Feiertagen einen freien Platz zu finden. Behalte das also immer im Hinterkopf.
Am günstigsten und einfachsten ist es auf dem Land, wo es teilweise kostenlose Parkplätze gibt.
Parken in der Stadt: ab 200 Yen für 15, 30 oder 60 Minuten
Parken bei Sehenswürdigkeiten: 400 bis 1000 Yen
Übrigens parken die meisten in Japan rückwärts ein.
Tanken in Japan
An sich ist das Tanken fast genauso wie in Deutschland. Es gibt jedoch feine Unterschiede. Das Wichtigste zuerst: In Japan gibt es nur drei Kraftstoffe, die du tanken kannst: Super (Haioku/ハイオク), Benzin (Regyuraa/レギュラ) und Diesel (Keiyuu/軽油).
Die Wahrscheinlichkeit, dass du ein Dieselauto bekommst, ist sehr gering, aber du kannst den richtigen Kraftstoff im Inneren des Tankdeckels am Auto nachsehen.
Typische Tankstellenanbieter sind ENEOS, Apollo oder Cosmo. Gebe die Namen in Google Maps ein und es sollte dir eine große Auswahl anzeigen. Ist dem nicht der Fall, kannst du auch auf Japanisch suchen: Gebe dazu einfach ガソリンスタント ein.
Self-Service-Tankstelle: Es gibt zwei Arten von Tankstellen in Japan. Zuerst erkläre ich dir die Self-Service-Tankstelle, da diese fast genauso ist wie in Deutschland. Diese Tankstellen sind zur Selbstbedienung, das heißt, du tankst selbst und bezahlst neben der Zapfsäule den getankten Betrag. Üblicherweise sind die Self-Service-Tankstellen günstiger. Du kannst dort bar oder mit Karte bezahlen.
Full-Service-Tankstelle: Bei der Full-Service-Tankstelle wirst du von einen Arbeiter bedient und brauchst keinen Finger zu rühren. Sobald du also auf die Tankstelle zufährst, lotst dich ein Tankwirt zu der Zapfsäule. Dort schaltest du dann den Motor aus öffnest den Tankdeckel (ich schaue immer im Voraus wo er sich befindet).
Danach teilst du dem Angestellten mit was und wie viel du tanken willst. Hier wäre es am besten wenn du ein paar Wörter japanisch kannst oder du benutzt Google Translate. Danach gibts du ihm das Geld (Bar oder Kreditkarte) und wartest auf dein Rückgeld.
Mich macht es eher nervös an solche Tankstellen zu fahren (obwohl mein japanisch besser wurde) deswegen versuche ich immer eine Self-Service-Tankstelle anzusteuern.
Preis Kraftstoff
Die Preise für Kraftstoff können wie in Deutschland variieren. An Autobahnen oder stark befahrenen Straßen sind die Preise oft höher als auf dem Land. Normalerweise beginnen die Preise bei 150 Yen pro Liter.
Hinweis: Seit 2023 der Yen aber noch weiter sinkt sind die Preise mittlerweile auf 180 Yen per Liter gestiegen. Für uns zwar immer noch ein Schnäppchen aber spüren tut man es dann doch irgendwann.
VERKEHRSREGELN
Auch bei den Verkehrsregeln gibt es Gemeinsamkeiten mit Deutschland, aber du solltest während der Fahrt diese Regeln beachten.
Tempolimit
In Japan gelten unterschiedliche Tempolimits:
Auf Seitenstraßen darfst du nur 30 km/h fahren.
Auf Hauptstraßen darfst du nur 40 km/h fahren.
Auf Landstraßen darfst du nur 50–60 km/h fahren.
Auf der Autobahn darfst du nur 80–100 km/h fahren.
Wie du siehst, fährt man in Japan wesentlich langsamer als in Deutschland. Aber genau wie in Deutschland halten manche sich sehr akribisch daran und andere fahren wiederum etwas schneller.
Verkehrsschilder & Ampeln
Der Großteil der Verkehrsschilder in Japan ist einfach zu verstehen und ähnelt deutschen Schildern.
Diese Schilder sind gleich:
Temposchilder
Richtungsschilder (blaue Farbe und zweisprachig – Englisch/Japanisch)
Einfahrt verboten
Parkverbot
Fußgängerzone (nur leicht anders)
Zebrastreifen (nur leicht anders)
Einbahnstraße
Rutschgefahr
Diese Schilder sind anders:
Stoppschild: In Japan ist das Stoppschild rot, dreieckig und 止まれ steht in der Mitte.
Überholen verboten: rundes Schild mit zwei blauen Pfeilen, die durchgestrichen sind.
Bei Ampeln hängen die Signallichter waagrecht vor oder nach der Kreuzung. Genau wie in Deutschland gibt es Pfeilampeln, die das Abbiegen erlauben. Achte aber beim Abbiegen auf die Fußgänger!
Weitere Regeln die zu beachten sind:
In Japan haben Fußgänger immer Vorrang. Selbst wenn jemand die Straße überqueren möchte und noch etwas weiter entfernt ist, musst du warten.
Ich habe einmal in Okinawa diesen Fehler gemacht und nicht gewartet. Der Fußgänger hat sich total erschrocken und war etwas sauer auf mich. Zum Glück war aber keine Polizei in der Nähe, also kam ich nochmal gut davon.
In Deutschland ist es normal, mit ein bisschen Alkohol am Steuer zu fahren. In Japan dagegen ist es absolut verboten und verpönt. Die Promillegrenze liegt bei 0,03 %, was einem alkoholischen Getränk entspricht, also kannst du nicht mal ein Bier trinken. Achte also darauf, keinen Alkohol zu trinken, wenn du ausgehst. Aber auch Essen und Desserts mit Alkohol drin solltest du vermeiden. Rufe dann lieber ein Taxi oder fahre mit dem Zug.
Genau wie in Deutschland ist es auch in Japan verboten, während dem Fahren ein Smartphone (oder Navigationssystem) zu bedienen. Bei Verstößen drohen hohe Strafen.
An Bahnübergängen musst du wie beim Stoppschild halten und erst wenn es sicher ist, darfst du weiterfahren.
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