Montenegro Landesinfos - der stolze Montenegriner

Montenegro ist der Nabel der Welt

Martina & Günther

Martina & Günther

Montenegro

Montenegros Bevölkerung ist sehr lebensfroh und meist extrovertiert, aufgeschlossen, äußerst hilfsbereit und gastfreundlich. Und wie die meisten Südländer auch in Alltagsangelegenheiten sehr temperamentvoll. Die über 640.000 Bürger setzen sich zusammen aus Montenegrinern, Serben, Bosniaken, Kroaten, Albanern und einigen wenigen Minderheiten. Diese bunte Mischung aus Südslawen prägt das lebhafte Bild eines multiethnischen Staates. Doch der Ur-Montenegriner war und ist im Grunde ein einfacher Naturmensch, zugleich aber stolz auf sich und sein Land und ungemein selbstbewusst. Stammestraditionen und Bruderschaften, durch endlos anhaltende Fremdherrschaften immer wieder erneuert, haben bis in die Gegenwart des modernen Montenegro einen hohen Stellenwert und sind die Grundlage gesellschaftlichen Zusammenlebens. Jeder Montenegriner weiß, welchem Stamm er angehört und in den Bergen und abgelegenen Gebieten gibt es Unterschiede in Sprache und den Bräuchen. Dort bildet auch die gerne tot geschwiegene Blutrache ein immer noch wichtiges Element bei Verstößen gegen ungeschriebene Gesetze. Erheblich sind daher die Unterschiede zwischen der etwas zurückhaltenden Bevölkerung im Landesinneren und den weltoffenen Bewohnern unterschiedlicher Ethnien an der Küste und in den Städten. Die Familie bildet überall immer noch das Zentrum des Einzelnen, die Familienehre und -zugehörigkeit zählt zum Selbstverständnis der Bevölkerung und sind unauflösliche Bande. Meist wohnen, wie in vielen Ländern des Südens üblich, mehrere Generationen unter einem Dach. Auch die Religionszugehörigkeit und -ausübung spielen im Alltag eine große Rolle, Frömmigkeit und geistige Werte werden besonders bei einem Besuch in Kirchen und Klöstern gelebt. Die Frauen können sich erst langsam aus traditionellen Gepflogenheiten lösen, bislang waren sie ausschließlich für den Nachwuchs, den Haushalt und sogar für die Arbeit auf dem Feld verantwortlich. Zum Leid des Mannes, dieser fand seinen Lebensinhalt bislang vorrangig in den Bars und Cafés beim Meinungsaustausch oder in den Kriegen. Gerne würden diese natürlich noch lange am montenegrinischen Sprichwort festhalten: „Helden arbeiten nicht!“

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