Montenegro Landesinfos - Fauna
Montenegros mannigfaltige Tierwelt
Martina & Günther
Montenegro
Die absichtliche Verminderung der Holzbestände hat in Montenegro vielen Tieren den natürlichen Lebensraum entzogen. Dennoch bieten die verbleibenden Waldareale mit über 40% Fläche, vor allem auch in den Nationalparks und entlang der Grenzen, zahlreichen Arten Heimat und Zuflucht. Dazu gehören Bären, Wölfe, Hirsche und Rehe, Gemsen, Wildschweine, Schakale und sogar der vom Aussterben bedrohte Balkanluchs. Ein verwunderlicher Aspekt ist, dass viele dieser Tierarten, gerade Bären und Wölfe, zur offiziellen Jagd freigegeben sind, obwohl deren Population gerade nur noch etwa 200 Exemplare pro Art beträgt. Der Reiz des Geldes von zahlungskräftigen (meist italienischen) Jagdtouristen (die das Fleisch dann auch ungeniert und teuer weiterverkaufen) ist wohl zu groß, es werden sogar staatliche Abschussprämien gezahlt. Um ein offizielles Argument lässt sich der Ökologische Staat nicht bitten - es entstehen zu viele Schäden durch das Reißen der Nutztiere. Doch dies passiert aber nur sehr vereinzelt und z.B. in Kroatien werden die Schäden der Bauern durch den Staat ersetzt, dort ist die Jagd auf Wildtiere längst verboten. Die Vogelwelt des Landes ist eine der artenreichsten Europas und zieht schon aus diesem Grund zahlreiche Ornithologen an, über 270 Arten wurden bislang gezählt. Besonders am Skadar-See und an den Salzsalinen bei Ulcinj können viele einheimische und auch Zugvögel beobachtet werden. Hinzu kommen seltene Entenarten, Eulen, Kormorane und Pelikane, Adler und Geier. Ebenso entlang der Tara-Schlucht und in den Nationalparks ist die Artenvielfalt der Vögel bemerkenswert.
In Montenegro gibt es relativ viele Schlangen, jedoch sind nur zwei davon giftig. Die Kreuz-otter und Sandviper, beide mit einem ähnlich auffälligen Hautkleid gekennzeichnet. Ein Biss kann jedoch innerhalb von 30 Stunden mit einem Serum in jedem Krankenhaus behandelt werden. Zu Montenegros Nutztieren zählen häufig Schafe und Ziegen, seltener Rinder und Schweine. Für die Bestellung der Felder werden noch oft Esel und Maultiere herangezogen und dem Pflug vorgespannt. Die sauberen Flüsse, Seen und das noch relativ unbelastete Küstengewässer bieten zahlreichen Fischen und anderen Meerestieren eine sagenhafte Unterwasserheimat. Entlang des kurzen Adriaabschnittes wurden bislang an die 740 Arten registriert, der Skadar-See umfasst offiziell 40 Süßwasserarten.
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