Montenegro Landesinfos - Flora

Montenegros facettenreiche Flora

Martina & Günther

Martina & Günther

Montenegro

Montenegros Planzenwelt ist eine der vielfältigsten aller gemäßigten und subtropischen Regionen. Durch die geringe Bevölkerungsdichte und die unterschiedlichen Vegetationsräume konnte sich ein enormer Artenreichtum erhalten, der vor allem in den Nationalparks geschützt ist. Von den 6.500 auf der Balkanhalbinsel geschätzten Pflanzenarten kommen über 3.150 Exemplare hier im Land vor, mehr als 200 davon sind endemisch. Die Flora lässt sich, klimatisch bedingt, in drei grobe Vegetationstypen einteilen. An den Küstenabschnitten findet man kennzeichnend subtropische und mediterrane Vegetation vor. Es überwiegen prächtig gedeihende Zitrus-, Oliven- und Obstbäume, Palmen, Oleander, Lorbeerbüsche und Granatapfelsträucher neben stattlichen Pinien, Steineichen und Zypressen. Anmutige Zierpflanzen wie Bougainvilleen und Rosen zieren üppig Promenaden und Gärten und blühen teilweise ganzjährig. In den Bergregionen, deren Hänge bis weit über die übliche Baumgrenze hinaus bewachsen sind, findet man ausgedehnte Mischwälder vor, wobei der Hauptanteil sich aus Buchen, Fichten und Kiefern zusammensetzt. So gedeihen sogar auf 1.500 Metern Höhe noch Panzerkiefern und auch Schwarzkiefern sind neben robustem Buschwerk recht häufig anzutreffen. Aber auch andere Laubbaumarten wie Eichen, Ulmen, Ahorne, Kastanien, Weiden und Walnussbäume sind landestypisch. In den Wäldern florieren zahlreiche Kräuter und Pilze, letztere sind jedoch hauptsächlich dem Export vorbehalten. Viele der Pflanzen finden in der Naturheilkunde und Medizin Verwendung.

Auf den sogenannten Poljen (Feldern) zwischen den hohen Bergen wird bestmöglich Landwirtschaft betrieben, wobei in höheren Regionen fast nur noch Kartoffeln, Mais, Zwiebel- und Krautgewächse gedeihen. Die Ebenen im Süden und auch im Westen des Landes sind ganz hervorragende Weinanbaugebiete. Hier werden natürlich auch die typisch südländischen Gemüsesorten wie Paprika, Auberginen, Tomaten, Gurken kultiviert. Selbst Tabak wird angebaut und getrocknet. Überall im Land finden sich weite Areale, nach Thymian, Rosmarin, Bergbohnenkraut und Salbei duftend. Und selbst die alpine Bergwelt bietet Abwechslung. Auf den steinigen Karstböden wachsen Wildkräuter, Edelweiß, Silberwurz und Enzian. Einen sehr schönen Anblick bieten die blütenüberströmten Almwiesen im Frühjahr bis Mitte Juni. Trotz des ausgedehnten Holzabbaus in den vergangenen Jahrzehnten wird zum Glück zugleich wieder aufgeforstet und so sehr gut zum ökologischen Gleichgewicht beigetragen.

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