Gebirge müssen nicht immer spektakulär sein, um Eindruck zu hinterlassen. So eine „sanfte“ Bergregion ist zweifelsohne das Karadak-Gebirge, ganz im Südosten an der Grenze zu Nordmazedonien gelegen. Im übertragenen Sinne heißt es schlichtweg „Schwarzes Gebirge“, womit man auf dem Balkan meist ziemlich abgelegene, unbekannte Regionen bezeichnet. Zugleich bezeichnet es ein ethnografisches Gebiet im Dreiländereck mit Serbien. Der höchste Gipfel der 390 km² ist der 1.650 m hohe Ramno, er liegt bereits im Nachbarland.
Die Karadak-Berge sind noch kaum erschlossen, wenig besucht und somit eine wahre Oase zur Entschleunigung. Dazu kann man hoch in den kleinen Ort Dëbëlldeh fahren, ein wenig zu Fuß die Gegend erkunden (Achtung: Die Wege sind oft nicht beschildert!) und bei einem guten Essen in einem der wenigen Ausflugslokale die tolle Aussicht, am besten bei Sonnenuntergang, geniessen.
Oder in Mjakë die Bienenfarm besuchen und sich mit qualitativ hochwertigem Honig oder anderen Bienenprodukten eindecken.
Oder im westlichen Paralleltal ab Bince dem Flüsschen Morava hinauf nach Kërrbliq folgen (9 km), etwa 300 m östlich oberhalb des Bergdorfes befinden sich nahe der Flussgabelung zwei malerische Wasserfälle (Ausschilderung „Dy Ujevarat“ folgen).