Die Reigando-Höhle in Kumamoto ist berühmt als der Ort, an dem Miyamoto Musashi, ein bekannter Schwertkämpfer, die letzten zwei Jahre seines Lebens verbrachte. Die Höhle befindet sich auf dem Gelände des Unganzeji-Tempels, eines Zen-Tempels, der in der Nanbokucho-Zeit (1336–1392) von Toryo Eiyo, dem chinesischen Priester, der den Zen-Buddhismus nach Japan brachte, gegründet wurde.
Auf dem Weg zur Höhle führt ein moosbewachsener Hang entlang, der mit sitzenden Steinfiguren übersät ist. Der Großteil der Statuen hat ein markantes Detail: Viele haben keinen Kopf mehr. Es handelt sich um die 500 Rakan (Arhats), die Schüler Buddhas, die oft mit verwirrten, ja sogar komischen Gesichtsausdrücken dargestellt sind. Sie wurden dem Tempel von Fuchidaya Gihei, einem ortsansässigen Kaufmann, geschenkt. Er ließ sie im frühen 18. Jahrhundert über einen Zeitraum von 24 Jahren in Saga anfertigen (sie befanden sich also nicht dort, als Musashi dort lebte). Sie wurden in der frühen Meiji-Zeit (1868–1912) beschädigt, als die Regierung den Buddhismus als fremden Import verurteilte, der den einheimischen Shinto-Glaubensvorstellungen Japans zwangsläufig unterlegen sei.
Die Reigando-Höhle ist ein Ort voller Mysterien und Geschichte und hat mich während meiner Kyushu-Reise sehr begeistert.
Anreise
ÖPNV: Vom Bus-Terminal Sakuramachi aus fährst du mit dem Bus U3-1 (Richtung Kawachi-Onsen-Center) ungefähr 30 Minuten bis zur Haltestelle "Iwado Kannon Iriguchi". Von dort aus ist es dann noch ein 20-Minuten-Fußweg zum Tempel und der Höhle.
Auto: Reigando befindet sich etwa 12 km außerhalb von Kumamoto in den Bergen. Die Fahrt mit dem Auto oder Taxi dauert etwa 30 Minuten.
Infos
Preis: 300 Yen
Öffnungszeiten: 08:00 bis 17:00 Uhr
Geschlossene Tage: keine