Nachhaltig Reisen in Sri Lanka
10 Tipps für einen nachhaltigeren Aufenthalt
Martina & Dylan
Sri Lanka
Sri Lanka ist ein wahres Paradies – hier findest du Dschungel, Berge, Teeplantagen, wunderbare Stränden und eine unglaublich herzlichen Bevölkerung. Und dies haben in den letzten Jahren viele gemerkt. Nachdem der 30 Jahre dauernde Bürgerkrieg, die Insel bis 2010 von der touristischen Landkarte gefegt hatte, erlebt der Tourismus nach der Covid- und der Wirtschaftskrise des Landes ein neues Hoch. Reisten 2021 noch knapp 200'000 Touristen ins Land, sind es mittlerweile über 2 Millionen von uns pro Jahr. Das ist super wichtig für die lokale Wirtschaft. Doch es bedeutet auch, dass jedes Jahr 2 Millionen Menschen zusätzlich ihre Spuren auf Sri Lanka zurücklassen. In Form von Abfall oder auch der Gier nach mehr. Darum sollten wir alle etwas dafür tun, dass Land so nachhaltig wie möglich zu bereisen. Denn unsere bewusste Entscheidungen helfen mit den Tourismus der Zukunft zu formen.
Hier 10 Tipps, wie deine Reise nachhaltiger wird:
1. Bring deine eigenen Taschen mit auf den Markt / zum Einkaufen
Plastik ist in vielen Teilen Südostasiens noch ein grosses Problem. Mit wiederverwendbaren Stofftaschen, sparst du jeden Tag unnötigen Müll.
Super finden wir, dass sich in Sri Lanka in der Hinsicht einiges bewegt:
🥳 Verbot von Plastik-Einwegartikeln seit Oktober 2023
Seit dem 1. Oktober 2023 ist die Herstellung und der Verkauf von bestimmten Einwegplastik-Produkten verboten. Dazu gehören z. B. Plastikstrohhalme, Rührstäbchen, Teller, Becher, Messer, Gabeln, Löffel, sowie Kunststoff-Tabletts und Blumen-Girlanden aus Plastik.
🥳Verbot der kostenlosen Ausgabe von bestimmten Plastiktüten ab November 2025
Ab dem 1. November 2025 wird das kostenlose Verteilen von Plastiktüten verboten. Händler müssen nun den Preis anzeigen und auf der Rechnung aufführen.
2. Nimm einen Wasserfilter mit anstatt dauernd Wasserflaschen zu kaufen.
Sri Lanka ist oft heiss und wir müssen viel trinken. Aber Leitungswasser ist in Sri Lanka nicht trinkbar. Wir empfehlen daher unbedingt einen eigenen Wasserfilter mitzubringen. Wir verwenden zum Beispiel eine Filterflasche von Grayl. Die kann jederzeit wieder aufgefüllt werden und filtert Wasser innert Sekunden on the go.
3. Achte auf deinen Strom- und Batterieverbrauch.
Viele Unterkünfte haben nur begrenzte Energiequellen. Verwende aufladbare Batterien und nimm alte Batterien wieder mit nach Hause, statt sie im Land zu entsorgen. Denn sonst landen sie mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auf der Müllhalde.
4. Produziere so wenig Abfall wie möglich.
Kaufe frisches Obst auf lokalen Märkten statt verpackte Snacks, vermeide Take-away-Plastik und verzichte auf kleine Shampoofläschchen in Hotels. Das Abfallsystem ist noch sehr schlecht organisiert. An vielen Orten gibt es noch keine Müllabfuhr und am Ende landet alles auf Deponien, bei denen oft die Zäune fehlen. Wind trägt den Müll weiter und Elefanten haben leider auch Zugang auf die Müllhalden. Es bricht einem das Herz, wenn man überall Elefantenpoop mit Plastik drin sieht ...
5. Nimm Umweltfreundliche Duschs- und Kosemtikartikel mit und spare Wasser
Das Abwasser tropft meist ausserhalb des Badezimmers in die Natur hinaus. Daher raten wir dringend biologisch abbaubare Naturseifen für Haut und Haar mitzunehmen und als Conditioner vielleicht für einmal Abfallessig (gemischt mit Wasser). Auch bei Sonnenmilch und Antimückenmittel gibt es mittlerweile Produkte, die besser für die Umwelt sind als andere. Und zu guter letzte: Achte beim Duschen darauf Wasser zu sparen. Gerade in der nördlichen Region (ca. ab Anuradhapura und weiter in Richtung Norden) hat es Hitzephasen mit sehr wenig Wasser.
6. Unterstütze lokale Betriebe.
Wähle kleine Gästehäuser, Homestays oder Hotels, die von Einheimischen geführt werden. So bleibt das Geld in der Region, stärkt Familien und schafft faire Arbeitsplätze. Auch beim Essen gilt: lieber ins kleine Familienrestaurant als in die internationale Ketten. So kann Tourismus einen wichtigen Teil dazu beitragen, Finanzflüsse umzusteuern.
In den letzten Jahren haben sich in den Surfhotspots viele Israelis und Russen illegal Geschäfte aufgebaut. Sie nehmen so den Locals die Geschäftsmöglichkeiten weg und verdienen Geld, welches nicht im Land bleibt, dazu meist mit Touristenvisas. Vermeide es solche Orte zu besuchen.
7. Informiere dich
Eine weitere Unschöne Nebenerscheinung des Tourismus ist es, dass Lokale Shops aus lauter Gier, keinen Sri Lanker mehr was verkaufen. Das ist sozusagen Rassismus gegen die eigenen Landsleute. Warum das passiert? Weil sie den Touris die Dinge zu einem viel zu teuren Preis anbieten können und aus Gier nicht mehr bereit sind, es den Locals zu verkaufen (oder vermieten). Es ist ok, wenn wir mal mehr bezahlen. Aber deswegen keine Sri Lanker mehr zu bedienen? ... Von diesem Problem haben wir vor allem im Süden erfahren. Frag am besten bei deinem Gästehaus nach, ob sie solche Lokale (Restaurants und Souvenirshops) kennen und meide sie. Es gab zudem auch ein paar von Ausländern organisierten Partys, die wortwörtlich keine Sri Lanker reinliessen. Dagegen was zu unternehmen versteht sich von selbst.
8. Sag Nein zu Tierausbeutung.
So verlockend es klingt: Elefantenreiten und „Elefantenwaisenhäuser“ sind keine tierfreundlichen Aktivitäten. Die meisten Tiere werden gefangen, misshandelt oder in Ketten gehalten. Wenn du Elefanten sehen möchtest, besuche stattdessen die Nationalparks wie den Udawalawe oder Minneriya oder die von uns empfohlenen Spotts – dort leben sie frei in der Wildnis. Auch wurden immer mal wieder Technopartys mitten im Dschungel veranstalte. Dies dank Korruption und gegen grosse Proteste von lokalen Tierschutzorganisationen. Elefanten haben sowieso in Sri Lanka schon immer wie weniger Platz, dann müssen nicht noch fancy-jungelparty-locations mitten in die Natur gepflanzt werden.
9. Respektiere Kultur und Umwelt.
Kleide dich respektvoll, besonders an religiösen Orten. Nimm Rücksicht auf die Natur: bleib auf Wegen, pflück keine Pflanzen und lass keine Spuren zurück – „Leave nothing but footprints“.
10. Reise langsam.
Nimm dir Zeit, Orte wirklich kennenzulernen, statt sie nur „abzuhaken“. Nutze öffentliche Verkehrsmittel oder teile Fahrten – das reduziert deinen CO₂-Fussabdruck und bringt dich näher an die Menschen. Und wenn du länger vor Ort bist als nur für 2 Wochen, ist auch der Fussabdruck deines Fluges besser.
Nachhaltiges Reisen bedeutet nicht Verzicht – es bedeutet, bewusster zu geniessen. Wer respektvoll reist, erlebt Sri Lanka authentischer und hinterlässt Spuren, die nicht zerstören, sondern verbinden. 💚
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