Du spürst den Aufstieg, bevor du die Belohnung siehst. Dann öffnet sich die Aussicht, und plötzlich ergibt alles darunter Sinn.
Château d’Hyères liegt auf 198 Metern über der Stadt auf dem Hügel von Castéou, von wo aus es seit dem 11. Jahrhundert über die Küste wacht. Erbaut von den Herren von Fos, wurde es eine der größten Feudalburgen der Provence und kontrollierte sowohl Landwege als auch den Zugang zum Meer.
Die Ruinen zeigen noch immer, wie strategisch dieser Ort war. Du kannst den Verlauf von Verteidigungsmauern, Toren, einem Bergfried und einem geschützten Brunnen nachvollziehen, die alle darauf ausgelegt waren, langen Belagerungen standzuhalten. Sogar der abgewinkelte Eingang zeigt, wie ernst die Verteidigung genommen wurde.
Die Geschichte hier ist tief verwurzelt. Ludwig der Heilige wohnte auf der Burg nach seiner Rückkehr von den Kreuzzügen. Später wurde sie zu einer umkämpften Festung während Kriegen und Machtkämpfen, bis sie schließlich im 17. Jahrhundert abgebaut wurde, auf königlichen Befehl.
Heute ist das, was übrig bleibt, roh und offen. Die Steinmauern umrahmen einige der besten Ausblicke über Hyères, die Küste und die umliegenden Hügel und machen den Besuch sowohl zu einem historischen Halt als auch zu einer malerischen Belohnung.
👉 Lokaler Tipp: Nimm den bergauf führenden Weg durch die Altstadt, anstatt zu fahren. Der allmähliche Aufstieg steigert die Vorfreude und bietet dir mehrere Aussichtspunkte, bevor du überhaupt die Spitze erreichst.