Das Musée Renoir in Cagnes-sur-Mer bewahrt das ehemalige Wohnhaus und Atelier des berühmten impressionistischen Malers Pierre-Auguste Renoir. Der Künstler zog 1907 auf das Anwesen Les Collettes estate, in der Hoffnung, dass das milde Mittelmeerklima das schwere Rheuma lindern würde, das ihn im späteren Leben plagte.
Renoir blieb hier, bis er 1919 starb, und malte trotz seiner Krankheit weiter. Fotos aus seinen letzten Lebensjahren zeigen ihn immer noch bei der Arbeit, manchmal mit einem Pinsel, der an seine Hand gebunden war, damit er weiter malen konnte.
Das Haus wurde sorgfältig erhalten und ermöglicht es Besuchern, die Umgebung zu erleben, in der Renoir die letzten Jahre seiner Karriere verbrachte. Im Inneren befinden sich 11 seiner Gemälde, darunter das berühmte Les Grandes Baigneuses (1892), sowie mehrere Skulpturen und Werke von Künstlern aus seinem Kreis, wie Raoul Dufy und Pierre Bonnard.
Das Anwesen ist umgeben von alten Olivenhainen, die Renoir liebte und oft in seine Werke einbezog. Die Gärten bieten wunderschöne Ausblicke über die Hügel in Richtung Mittelmeer und schaffen eine friedliche Umgebung, die erklärt, warum der Künstler sich entschied, hier zu leben.
👉 Lokaler Tipp: Geh nach dem Museumsbesuch durch den Olivenhain-Garten hinter dem Haus. Es ist einer der friedlichsten Orte in Cagnes-sur-Mer und vermittelt ein Gefühl für die Landschaft, die Renoirs späte Gemälde inspirierte.