Die Porte d’Aix und das umliegende Viertel Belsunce zeigen eine ganz andere Seite von Marseille, fernab der polierten Uferpromenade und der Touristenrouten.
Die Porte d’Aix, Marseilles Arc de Triomphe, wurde im 19. Jahrhundert erbaut und von römischen Bögen wie dem in Orange inspiriert. Sie spiegelt eine Zeit der Expansion und des Ehrgeizes in der Stadt wider, verbunden mit Marseilles wachsender Bedeutung als Hafen während der französischen Kolonialzeit.
Rundherum ändert sich die Atmosphäre schnell. Das Viertel Belsunce ist belebt, dicht besiedelt und multikulturell, mit starken nordafrikanischen Einflüssen, die in Geschäften, Cafés und im alltäglichen Straßenleben sichtbar sind. Es ist ein Ort, an dem sich Einheimische treffen, durchqueren und ihren Alltag leben.
Dieses Gebiet ist auch mit Marseilles revolutionärer Geschichte verbunden. In der Nähe erklärt das Mémorial de la Marseillaise, wie die Nationalhymne mit der Stadt verbunden wurde, indem es die Geschichte der Freiwilligen nachzeichnet, die während der Revolution nach Paris marschierten.
In Belsunce geht es nicht um hübsche Straßen oder klassisches Sightseeing. Es geht darum, Marseille so zu verstehen, wie es wirklich ist: vielschichtig, komplex und geprägt von Migration und Geschichte.
👉 Lokaler Tipp: Besuche tagsüber und achte auf deine Umgebung, besonders wenn du zum ersten Mal in Marseille bist. Dies ist ein lokales Viertel, keine Touristenzone, aber es ist interessant, wenn du neugierig auf die Stadt jenseits der Highlights bist.