Wenn Genua ein Soul-Food-Restaurant hätte, wäre es die Trattoria da Maria. Dieser Ort ist eine Institution – nicht im glänzenden, selbstgefälligen Sinne, wie das Wort manchmal verwendet wird, sondern im wahrsten Sinne des Wortes. Sie versorgt die Menschen in Genua seit Generationen, und wenn du das erste Mal hineingehst, fühlt es sich weniger an, als würdest du ein Restaurant betreten, sondern eher, als würdest du in jemandes Zuhause willkommen geheißen.
Die Einrichtung ist wunderbar unprätentiös. Mit Plastikfolie bedeckte Tische, nicht zusammenpassende Stühle, handgeschriebene Speisekarten auf einer Kreidetafel und ein Speisesaal, in dem du unweigerlich einen Tisch mit einem emeritierten Professor, einer Gruppe Studenten und ein paar Arbeitern in ihrer Mittagspause teilen wirst. Die Speisekarte wechselt täglich, je nachdem, was frisch ist und worauf Maria – oder wer auch immer an diesem Tag die Küche leitet – Lust hat zu kochen. Erwarte klassische ligurische Gerichte: trofie al pesto, minestrone, buridda (ein deftiger Fischeintopf) und jede Pasta, die die Saison hergibt.
Es ist nur Barzahlung möglich, die Portionen sind großzügig, die Preise sind wirklich niedrig, und die Schlange vor der Tür um die Mittagszeit ist ein fester Bestandteil. Sei früh da, stürze dich ins Chaos und iss wie ein Einheimischer. Das ist die Art von Ort, an die du dich lange erinnerst, nachdem du die schicken Restaurants vergessen hast.