Wenn du auf der Via dei Cerretani stehst und zur Außenmauer der Santa Maria Maggiore hinaufsiehst, kannst du hoch oben in der Ferne „La Berta“ entdecken, einen mysteriösen Steinkopf, der der Legende nach einer Frau gehört, die von einem Alchemisten versteinert wurde...
Man nimmt an, dass der Kopf seit dem Mittelalter dort ist, aber leider gibt es keine historischen Aufzeichnungen, die seine Ursprünge erklären, was die Einheimischen dazu veranlasst hat, viele ihrer eigenen Geschichten zu erfinden.
Viele glauben, dass die Frau ein Opfer von Cecco d’Ascoli war, einem Astrologen, der 1326 auf dem Weg zum Scheiterhaufen war. Als Cecco zu seiner Hinrichtung gebracht wurde, hielt er auf der Straße vor der Kirche an, um um einen Schluck Wasser zu bitten. Aus dem Kirchenfenster über ihm blickte Berta, die der Menge zurief, ihm das Wasser zu verweigern, und behauptete, der Mann würde es benutzen, um mit dem Teufel zu kommunizieren, der ihm dann Immunität gewähren würde. In einem Moment der Wut blickte Cecco auf und versteinerte die Frau, indem er einen Fluch über sie aussprach, sich nie wieder zu bewegen.
Andere Theorien besagen, dass der Kopf ein Denkmal für die Person ist, die der Kirche die Glocken spendete; eine andere ist, dass der Kopf zu einer alten römischen Skulptur gehört und als Dekoration verwendet wurde.
Die Basilika ist eine der ältesten der Stadt, sie stammt aus dem Jahr 931, wurde aber gegen Ende des 12. Jahrhunderts im gotischen Stil umgebaut. Das Innere ist recht schlicht mit einem Hauptschiff und zwei Seitenschiffen, aber es enthält wunderschöne Buntglasfenster und Fresken, die ihr eine dunkle und stimmungsvolle Atmosphäre verleihen. Außerdem findest du in der nordöstlichen Ecke der Kirche eine äußerst interessante Schnitzerei, die einen der engelhaften Engel zeigt, der sein Schwert erhebt und auf einem angeketteten Dämon steht.