Dieses skurrile Boutique-Hotel befindet sich in einem historischen Gründerzeit-Stadthaus aus dem 19. Jahrhundert und fängt die zeitlose Eleganz der Art-Déco-Ära der 1920er und 30er Jahre wunderschön ein. Versteckt in einer ruhigen Seitenstraße, direkt an der Mariahilfer Straße (Wiens Haupteinkaufsboulevard), fühlt es sich an, als würdest du beim Überschreiten der Schwelle in die romantische Vergangenheit der Stadt zurückversetzt.
Mit seinen weitläufigen Prunktreppen, funkelnden Kristalllüstern, plüschigen Samtmöbeln und monochromen Fliesenböden verbindet das Hotel Glamour und historischen Charme und schafft eine Atmosphäre, die sich wirklich einzigartig anfühlt.
Das Hotel verdankt seinen Namen seiner fiktiven Muse, „Josefine de Bourblanc“, einer jungen Aristokratin, die vor der Russischen Revolution floh und hier zu einer beliebten Gastgeberin wurde. Bekannt für ihr künstlerisches Flair, soll sie das Stadthaus in einen surrealistischen Zufluchtsort verwandelt haben, einen Ort für Poesieabende, Künstler-Soiréen und Jazz, der ständig aus der Phonotheque spielte und einen Hauch von Magie verlieh, der noch heute spürbar ist.
Dieser Zauber setzt sich im gesamten Interieur des Hotels fort, das traditionelle Architektur mit Art-Déco-Elementen und modernen Annehmlichkeiten verbindet. Jedes der 49 individuell gestalteten Zimmer hat seine eigene Persönlichkeit und verfügt über Korbflecht-Kopfteile, inspiriert von Wiener Handwerkstraditionen, Boxspringbetten, Retro-Telefone, surrealistische Kunstwerke und verspielte Details, die die traumhafte Ästhetik des Hotels unterstreichen.
Die Zimmertypen sind in sieben verschiedene Kategorien unterteilt und reichen von einem gemütlichen Einzelzimmer bis hin zu einer Maisonette-Suite mit privater Dachterrasse und atemberaubendem Blick auf die Wiener Skyline. Ich habe in der Josefine Idéale gewohnt, die ich geliebt habe, aber wenn dein Budget es zulässt, wäre die Bel Étage Suite mit ihren exquisiten Buntglasfenstern meine erste Wahl.
Bei der Ankunft wirst du mit einer handgeschriebenen Notiz und einer kostenlosen Flasche Rot- oder Weißwein begrüßt, eine aufmerksame Geste, die den Ton für deinen Aufenthalt angibt. Es war eine nette Geste, dass das Frühstück sogar die theatralische Welt von „Josefine“ verkörperte, serviert in einem Salon im Stil der 1920er Jahre, wo sich das Erlebnis eher wie ein Nachmittagstee als ein typisches Hotelfrühstück anfühlt. Etageren, gefüllt mit Wiener Klassikern und kontinentalen Spezialitäten, sorgen für einen perfekt dekadenten Start in den Tag.
Am Abend schlenderst du zur Phonotheque, um Hunderte von klassischen Schallplatten zu durchstöbern, oder lässt dich im Barfly’s Club des Hotels nieder, wo handgemachte Cocktails in einer schummrigen, mit Samt drapierten Umgebung serviert werden, die den Geist der Weimarer Zeit heraufbeschwört.
Das Engagement des Hotels für Exzellenz, von seinem einzigartigen Design bis zu seinem herzlichen, aufmerksamen Service, hat ihm internationale Anerkennung eingebracht, die im prestigeträchtigen Michelin Key gipfelte. Ihr Motto, „Komm herein, schalte ab und vergiss die Außenwelt“, stimmt perfekt darauf ein, in ein vergangenes Zeitalter von Glanz und altem Welt-Glamour entführt zu werden.
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