Gegründet im Jahr 1876, wurde das Café zum inoffiziellen Parlament von Dichtern, Philosophen, Revolutionären und Träumern. Was das Café Central so fesselnd macht, ist nicht nur seine Schönheit, sondern auch seine Dichte an Erinnerungen. Dies ist ein Ort, an dem die intellektuellen und politischen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts einst bei Tassen Kaffee und Tellern voller Gebäck aufeinanderprallten. Die Marmorsäulen haben Argumente gehört, die Kontinente neu geformt haben, während die Kronleuchter Manifeste, Gedichte und stille Offenbarungen beleuchteten.
Das Interieur ist ein Meisterwerk der Pracht des späten 19. Jahrhunderts mit hohen, gewölbten Decken, die von schlanken Säulen mit kunstvollen Kapitellen getragen werden. Licht sammelt sich unter den Bögen in warmen, bernsteinfarbenen Tönen und taucht Marmorböden und poliertes Holz in ein sanftes goldenes Leuchten.
Es ist ein Raum, der für langsame Morgen, lange Nachmittage und Abende geschaffen wurde, die sich ins Traumhafte dehnen. Die Architektur fördert Stille, Kontemplation und das sanfte Dahintreiben der Gedanken.
Trotz seiner Größe zeichnet sich das Café Central durch Intimität aus. Kleine Tische, die unter Bögen versteckt sind, samtbezogene Bänke, die durch jahrzehntelangen Gebrauch weich geworden sind, und Ecken, in denen sich gerade genug Schatten sammeln, um ein Gefühl von Privatsphäre zu schaffen, selbst in einem Raum voller Menschen.