The Cornhill Devils
Schelmische Teufelsskulpturen
Kategorie

Historisch

Nachricht von
Victoria White

Cornhill ist eine der ältesten Straßen Londons, ursprünglich als Römerstraße angelegt und später zu einer mittelalterlichen Marktstraße umgestaltet, bevor sie Teil des modernen Finanzviertels wurde. Inmitten der Glastürme und Bankfassaden befindet sich hoch über dem Straßenniveau eines ihrer ungewöhnlichsten Überbleibsel: die Cornhill Devils.

Auf der Fassade von 54–55 Cornhill thronen diese viktorianischen Grotesken und grinsen mit übertriebenen, fast theatralischen Ausdrücken auf Passanten herab. Ihre gekräuselten Zungen, hervorquellenden Augen und krallenartigen Formen vermitteln den Eindruck von in Stein gemeißeltem Schabernack. Man übersieht sie leicht, wenn man nicht nach oben schaut, aber einmal gesehen, sind sie schwer zu vergessen!

Das Gebäude selbst ist ein starkes Beispiel viktorianischer Neugotik, einem Stil, der mittelalterliche Ornamente, Spitzbögen und dekoratives Mauerwerk aufgriff. Die Teufel fungieren als rein dekorative Grotesken und nicht als funktionale Wasserspeier. In der traditionellen gotischen Architektur glaubte man oft, dass solche Figuren das Böse abwehren, obwohl sie hier eher verspielt als schützend wirken.

Eine lokale Legende verleiht ihrer Präsenz eine schärfere Note. Es heißt, dass der Architekt Ernest Augustus Runtz während des Baus in einen Streit mit der benachbarten Kirche St Peter-upon-Cornhill wegen einer Grenzfrage geriet. Als Reaktion darauf soll er die drei dämonischen Figuren dem Gebäude als bewussten Akt architektonischer Bosheit hinzugefügt haben (wobei er möglicherweise sogar eine nach dem gegnerischen Pfarrer selbst modellierte). Ob wahr oder nicht, die Geschichte ist untrennbar mit den Schnitzereien verbunden.

Heute bleiben sie eine der am leichtesten übersehenen Kuriositäten der City. Die meisten Menschen gehen unter ihnen hindurch, ohne sie zu bemerken, aber diejenigen, die nach oben schauen, finden eine kleine Tasche viktorianischer Fantasie, die zurückblickt.

Top 5 interessante Fakten:

  1. Sie wurden von einem Steinmetz geschnitzt, der für theatralische Grotesken bekannt war.

  2. In Cornhill gab es einst einen mittelalterlichen „Pranger“ direkt unter den Teufeln.

  3. Das Gebäude beherbergte ursprünglich eine Versicherungsgesellschaft, die von Feuersymbolik besessen war.

  4. Die Teufel sitzen gegenüber einer Stätte, die lange mit verborgenen römischen Überresten in Verbindung gebracht wurde.

  5. Cornhill war im 17. Jahrhundert einst die Heimat einer mittelalterlichen „Teufelstaverne“.

Dieser Text wurde automatisch aus übersetzt

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